Guery hat den Kampf gegen den Krebs verloren

Guery (13) aus Bolivien hatte so sehr gekämpft, wollte den Krebs besiegen, doch am Ende war die Krankheit stärker. Infolge seiner Erkrankung bekam er plötzlich Lungen- und Atemproblemen, wurde noch auf die Intensivstation gebracht, wo er dann aber starb. Sein Leidensweg begann im Dezember 2006 als bei ihm Morbus Hodgkin (Lymphdrüsenkrebs) diagnostiziert wurde.

Geäußert hat sich dies durch eine stark erhöhte Lymphozytenanzahl, schwere Blutarmut, ein fast fehlendes Immunsystem und einen schlechten Ernährungszustand. Die damals begonnene Chemotherapie musste aufgrund fehlender finanzieller Mittel abgebrochen werden.

Dank einer Initiative seiner Schule in seiner Heimat Cochabamba, eine Stadt die in den bolivianischen Anden liegt, konnte im Dezember 2007 die Behandlung wieder aufgenommen werden. Leider verlief die Therapie aber nicht so erfolgreich, wie gehofft. Zwar schlug sein Körper am Anfang positiv auf die Behandlung an, sein Zustand verschlechterte sich jedoch zusehends.

Es blieb nur noch eine Möglichkeit: Guery benötigte dringend eine Knochenmarktransplantation. Er setzte all seinen Glauben und seine Hoffnung darauf, wieder gesund zu werden, denn er wünschte sich nichts mehr, als wieder zur Schule gehen zu können. Bewundernswert waren sein Mut und seine Disziplin, mit denen er sein schwieriges Schicksal meisterte.

Als Guerys Mutter verstarb, verließ der Vater den Jungen und seine drei älteren Geschwister, um eine neue Familie zu gründen. Guery lebte mit seinem 18-jährigen Bruder in einem 20 Quadratmeter kleinen Raum bei Verwandten. Eine primitive Behausung, wenn auch das Heim von Guery. Die Wände bestehen aus Lehmziegeln, das Dach aus Wellblech, der Boden aus Zement, welcher bereits aufgesprungen und versplittert ist.

Neue Hoffnung keimte auf, als Guery erfuhr, dass seine Schwester zu 100 Prozent als Knochenmarkspenderin geeignet ist! Doch in seinem Heimatland konnte die Transplantation – von eigenem und fremdem Knochenmark – nicht durchgeführt werden. Das Gesundheitssystem in Bolivien, einem der ärmsten Länder Südamerikas, verfügt nicht über diese Möglichkeiten.

In Santiago de Chile sollte die Transplantation erfolgen. „Ein Herz für Kinder“ sagte finanzielle Unterstützung für die Behandlung zu. Doch dazu kam es nicht mehr, da sich der Zustand des Jungen dramatisch verschlechtert hatte. Der Krebs war zu weit fortgeschritten, als das Guery noch eine Chance gehabt hätte, die Krankheit durch eine Knochenmarktransplantation zu besiegen.

„Ein Herz für Kinder“

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