Haiti-Heli trotzt dem Regen

In Santa Domingo ist es 8.30 Uhr als der Haiti-Heli trotz strömenden Regens nach Port-au-Prince abhebt. Auf den selbst erkundeten Schlechtwetterrouten fliegt der Hubschrauber um die tiefen Wolkendecken der Gebirge zu Hauptstadt.

An Bord wird das Team von einem österreichischer Journalisten begleitet. Er wird die kommenden Wochen für das SOS-Kinderdorf über die Arbeit und unvorstellbaren Lebensbedingungen berichten.

In der Hauptstadt nimmt das Team neue Hilfskräfte auf und bringt sie zum Krankenhaus Saint Damien. Anschließend fliegt der Haiti-Heli Mitarbeiter von „Ärzte der Welt“ nach Petit-Goâve.

Den Hilfskräften stehen belastende Wochen bevor. Denn noch immer hat sich die Lage in Haiti nicht stabilisiert. Die beginnende Regenzeit hat weitere Straßen weggeschwemmt, noch mehr Orte sind von der Versorgung abgeschnitten. Auch die hygienischen Zustände sind unvorstellbar schlecht. In den zahllosen Flüchtlings-Zeltstädten staut sich stellenweise schon das Wasser. Dabei schlafen die meisten Menschen auf Decken direkt auf dem Boden.

Gegen Mittag ist der „Helikopter der Herzen“ wieder in Higuero. Eine spanische Hilfsorganisation hat 250 kg Hilfsgüter bereitgestellt unter anderem Bekleidung, Lebensmittel, Babynahrung und Trockenmilch. Die Lieferung ist für das kleine Dorf Ferrier im äußersten Norden Haitis bestimmt. Dort wird die Hilfslieferung unter großem Jubel und strahlenden Gesichtern in Empfang genommen.

Auf dem Rückflug hält das Team wieder beim Krankenhaus Saint Damien. Mit Mitarbeitern der Hilfsorganisation „LandsAid“ und des THW’s wird ein umfassender Erkundungsflug durchgeführt. Die nahegelegenen teilweise neu entstandenen Flüchtlingscamps wurden kartographiert und fotografiert um sie in der Regenzeit besser versorgen zu können.

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