Hilfe für syrische Flüchtlingskinder im Libanon

Der Bürgerkrieg in Syrien befindet sich bereits im vierten Jahr. Mehr als 3,8 Millionen Syrer sind bisher in die Nachbarstaaten (Libanon, Türkei, Irak, Jordanien und Ägypten) geflohen, die Mehrheit von ihnen in den Libanon.

Die Zukunft der syrischen Flüchtlinge im Libanon bleibt ungewiss, unter anderem weil die Ressourcen von der UN und den internationalen Organisationen immer knapper werden. Laut UNHCR beherbergt der Libanon derzeit 1 187 407 syrische Flüchtlinge, etwa 417 130 von ihnen befinden sich im Bekaa-Tal.

Die Familien die in den Zeltstädten leben haben kaum Zugang zu medizinischer Versorgung (Foto: humedica e.V.)
Die Familien die in den Zeltstädten leben haben kaum Zugang zu medizinischer Versorgung (Foto: humedica e.V.)

Viele der Flüchtlingsfamilien leben dort in, von der libanesischen Regierung nicht genehmigten, Zeltsiedlungen. In diesen provisorischen, informellen Zeltsiedlungen leben teilweise über hundert Familien auf engstem Raum, unter sehr schwierigen hygienischen Bedingungen, die kaum Schutz vor der Hitze im Sommer und der Kälte im Winter bieten. Im Bekaa-Tal gibt es inzwischen über 852 dieser Siedlungen. Von der UN werden diese als „worst shelter conditions“ eingestuft. Die Gesamtbevölkerung in den informellen Siedlungen beläuft sich auf über 144 243.

Im Rahmen mobiler Klinken leistet humedica e.V. basismedizinische Versorgung für syrische Flüchtlinge in 46 informellen Zeltsiedlungen, mit einer Gesamtbevölkerung von circa 18 000 Menschen im Einzugsgebiet. Die von humedica versorgten Siedlungen werden abwechselnd im Turnus von drei bis vier Wochen besucht.

Humedica beschäftigt aktuell drei festangestellte Ärzte, zwei Apotheker, eine Hebamme, zwei Field Officer, sowie eine Hauptkoordinatorin und einen lokalen Assistenzkoordinator. Das Team wird von ehrenamtlichen medizinischen Einsatzkräften unterstützt, die bedarfsorientiert, in unregelmäßigen Abständen in die Projektregion entsandt werden. Die mobilen Kliniken sind für viele Flüchtlinge die einzige medizinische Versorgung, die ihnen zugänglich ist. Der Großteil der Patienten sind Frauen und Kinder.

Die Zelte bieten kaum Schutz vor Hitze im Sommer und Kälte im Winter (Foto: humedica e.V.)
Die Zelte bieten kaum Schutz vor Hitze im Sommer und Kälte im Winter (Foto: humedica e.V.)

Um die medizinische Versorgung der Flüchtlinge weiter zu verbessern, ist die Anschaffung eines voll ausgestatteten Busses notwendig, um diesen als mobile Klinik herzurichten, so dass die Patienten dort kostenfrei behandelt werden können.

„Ein Herz für Kinder“ erklärte sich bereit den Klinik-Bus und dessen Umbau und Ausrüstung zu finanzieren, sodass nun die Patienten in den Flüchtlingslagern besser erreicht werden können.

„Ein Herz für Kinder“

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