Hilfsprogramm für Ebola-Opfer

Die Ebola-Epidemie hat Sierra Leone vor große wirtschaftliche, medizinische und soziale Probleme gestellt.

Seit dem Ausbruch der Ebola-Epidemie sind allein in Sierra Leone über 11 000 Menschen an dem Virus erkrankt. Erkrankte werden zwar sobald Symptome auftreten unverzüglich unter Quarantäne gestellt, danach jedoch oftmals nicht weiter versorgt. Eines der größten Probleme ist, dass die Überlebenden oftmals diskriminiert und aus der Gesellschaft ausgestoßen werden. Zudem waren sie während der Quarantäne komplett von der Außenwelt abgeschnitten und konnten somit während dieser Zeit auch kein Einkommen generieren. Neben den wirtschaftlichen und sozialen Problemen, hinterlässt die Katastrophe auch langfristige, psychologische Traumata, mit denen nun umgegangen werden muss.

LandsAid e.V. aus Bayern hat es sich zum Ziel gesetzt, die verursachten Folgen der Ebola-Epidemie zu bekämpfen bzw. abzuschwächen.

Es sollen insgesamt 1000 Community Health Worker (CHW) ausgebildet werden, um die Nachversorgung von Quarantäne-Haushalten zu übernehmen, welche oftmals unter Diskriminierung der Gesellschaft leiden. Überlebende werden unterstützt, um ihre wirtschaftliche Selbstständigkeit wieder zu erlangen und sie erhalten psychosoziale Beratung. Es wird ein Aufklärungsfilm produziert, der die psychischen Folgen bei Kindern und Jugendlichen der Ebola-Epidemie auffangen soll.

Außerdem werden landwirtschaftliche Schulungen angeboten, um das Einkommen von 80 Community-Groups zu steigern und ihnen damit wieder ein wirtschaftliches Auskommen zu ermöglichen. Zusätzlich sollen 500 Ebola-Waisen und vulnerable Kinder und deren Pflege-/Bezugsperson von einem Schul-Hilfspaket (Uniform, Bücher, Tasche und Schulgeld) profitieren.

Viele Kinder haben in Sierra Leone durch die Ebola-Epidemie ein Elternteil verloren (Foto: Privat)
Viele Kinder haben in Sierra Leone durch die Ebola-Epidemie ein Elternteil verloren (Foto: Privat)

Die Kinder kommen aus ärmlichen Verhältnissen, in denen es an grundlegenden Dingen wie Schulmaterial mangelt. Die Kinder, die unterstützt werden, sind von der Ebola-Krise zusätzlich betroffen. Der Verlust eines Elternteils oder wichtigen Familienmitglieds sowie die soziale Stigmatisierung und Ausgrenzung führen zu einer erhöhten Vulnerabilität. Der „Educational Support“ soll den Kindern den Einstieg in die Schule vereinfachen

In Sierra Leone waren die Schulen nun fast 1 Jahr geschlossen, weshalb es besonders wichtig für alle Kinder ist, möglichst schnell wieder loszulegen. Einen besonderen Beitrag können hier neue Schulmaterialien und Schuluniformen leisten.

Die Kinder leben teilweise bei Familienangehörigen, teilweise in Pflegefamilien. Die Familien selbst sind auch von der Ebola-Krise betroffen, weshalb die sozioökonomischen Verhältnisse prekär sind. Der gesicherte Besuch der Schule kann also eine wichtige Stabilität im Leben der Kinder ermöglichen. Die Pflegefamilien können sich das Schulgeld für ein zusätzliches Kind nicht leisten.

Die Kosten für dieses umfassende Projekt sind enorm hoch und können nicht komplett von LandsAid getragen werden. Deshalb erklärte sich „Ein Herz für Kinder“ bereit, sich an der Finanzierung zu beteiligen, sodass nun alle Maßnahmen wie geplant durchgeführt werden können.

„Ein Herz für Kinder“

BILD hilft e.V. „Ein Herz für Kinder“
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