HNO-Ambulanz in Eritrea

Eritrea ist eines der ärmsten Entwicklungsländer, das durch den 30 Jahre langen Krieg gegen die ehemals äthiopische Herrschaft wirtschaftlich stark geschwächt ist. Erst seit 1993 ist Eritrea unabhängig. Der wirtschaftliche Aufbau geht nur schleppend voran, aber vor allem die medizinische Versorgung ist immer noch katastrophal.

Dagegen kämpft das Hammer Forum und kümmert sich vorrangig um die Betreuung der kranken Kinder in Afrika. In Asmara, der Hauptstadt Eritreas, gibt es bereits eine Klinik mit unterschiedlichen Fachbereichen (Geburtshilfe, Neonatologie, Chirurgie, Augenheilkunde), die vom Hammer Forum gebaut wurde.

Allerdings fehlte bislang eine ausreichende Versorgung im Fachbereich Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde (HNO). Bei rund 5 Millionen Menschen besteht Behandlungsbedarf, davon sind mehr als 80 Prozent der Patienten Kinder. Besonders häufig tritt bei ihnen eine chronische Mandelentzündung auf, die unbehandelt Jahre später zu Gelenkrheuma, Nierenerkrankungen und schweren Herzfehlern führen kann.

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Derzeit decken diesen Bereich zwei HNO-Ärzte ab, die bereits im Rentenalter sind. Damit ist absehbar, dass schon bald keine HNO-Ärzte mehr in Eritrea praktizieren werden.

Um diese Lücke zu schließen, baute das Hammer Forum zusammen mit dem Verein „Medcar for people in Eritrea e.V“ und der großzügigen Unterstützung von „Ein Herz für Kinder“ eine neue HNO-Ambulanz am bestehenden Orotta-Hospital. Hier werden jährlich nicht nur rund 15 000 Patienten operiert, behandelt und versorgt, sondern auch neue HNO-Ärzte ausgebildet, damit die HNO-Betreuung in Eritrea weiter gewährleistet ist.

„Ein Herz für Kinder“

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