Hier erwacht Hoffnung zum Leben

Er liebt Schwarzwälder Kirschtorte, Linsensuppe mag David (5) überhaupt nicht. Der kleine Junge gilt als „schwerstverzögert“. 10 Wochen vor seiner Geburt hatte er einen beidseitigen Hirn-Infarkt, ist jetzt auf dem Entwicklungsstand eines 4 Monate alten Babys. Manchmal hat er Schmerzen, wenn sich seine Arme und Beine verkrampfen. Er leidet unter Spastiken.

IM KINDERHOSPIZ „REGENBOGENLAND“ HABEN DAVID UND SEINE FAMILIE EIN ZWEITES ZUHAUSE GEFUNDEN.

Davids Mutter Heidrun Edel (36): „Wir kommen gerne hierher. Mein Junge wird hervorragend versorgt, medizinisch und pädagogisch. Aber vor allem so herzlich und liebevoll behandelt. Wir Eltern können hier auf gleicher Augenhöhe mit anderen Familien reden, die das gleiche Schicksal haben. Man macht sich nichts vor. Oft tauschen wir auch einfach nur wichtige Tipps aus.“

Dass David immer in der Nähe von Krankenschwestern oder eines Krankenhauses ist, ist sehr wichtig. Er hat nach wie vor ein erhöhtes Infarktrisiko! Darüber, wie alt ihr Sohn wird, versuchen sich Vater Thomas Edel (36) und seine Frau nicht den Kopf zu zerbrechen: „Man weiß es einfach nicht! Viel mehr beschäftigt uns die Frage, wie man verhindert, dass er seine Milchzähne verschluckt, wenn sie nachts ausfallen. Oder ob wir einen Pastoren finden, der ihn einmal konfirmiert.“

Im Regenbogenland fühlt sich auch Davids Schwester Johanna (8) wohl. Im Aufenthaltsraum mit dem hellen Atrium, wo der Brunnen steht, auf dem die Kieselsteine mit den Namen gestorbener Kinder liegen, wird gespielt und gelacht. Mutter Heidrun: „Wir haben hier gelernt, dass es nicht darum geht, dem Leben mehr Tage zu geben – sondern den Tagen mehr Leben.“

Das Regenbogenland finanziert sich zu 95 Prozent über Spenden. Ein Pflegetag für schwerstbehinderte Kinder kostet im Schnitt 600 Euro. Die Kassen zahlen 79 Euro.

„Ein Herz für Kinder“

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