Armes Afrika!

Die Welt schaut auf Afrika. Erst auf die Fußball-WM in Südafrika, auf die Spiele, den Spaß. Jetzt auf die Schattenseite des Kontinents, auf den Hunger in der Sahel-Zone!

Nach einer großen Dürre droht dem Übergangsgebiet zwischen Sahara und Savanne eine neue Hunger-Katastrophe. Die Vereinten Nationen (UN) bitten dringend um Hilfe. Mehr als zehn Millionen Menschen haben nicht genug zu essen.

Am schwersten betroffen ist das westafrikanische Land Niger, wie die UN berichten. Dort hungern mehr als sieben Millionen Menschen, also fast die Hälfe der Bevölkerung.

„Die Spirale der Lebensmittelunsicherheit ist außer Kontrolle geraten und betrifft zahlreiche Länder in der gesamten Region“, sagte UN-Nothilfekoordinator John Holmes.

Video: Hungerkatastrophe im Niger

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AFRIKA HUNGERT!

Fotos zeigen Kinder mit dicken, aufgeblähten Bäuchen, dünnen Ärmchen, zu schwach um zu laufen. Allein in Niger sind 300 000 Kinder unter fünf Jahren durch akute Unterernährung gefährdet.

Nach Niger folgen auf der Liste der am schwersten betroffenen Länder Tschad mit 1,6 Millionen Hungernden, Mali (600 000) und Mauretanien (300 000). Außerdem brauchen Burkina Faso, der Norden Kameruns und der Norden Nigerias dringend Lebensmittel.

DAS GELD REICHT NICHT

Die UN hatten ursprünglich allein für Niger für dieses Jahr um 190 Millionen Dollar Finanzhilfen gebeten (147 Mio. Euro). Bislang gingen 142 Millionen Dollar an Spendenzusagen ein. Am Dienstag erhöhten die UN den Spendenappell angesichts der Verschlechterung der Lage auf 371 Millionen Dollar (287 Mio. Euro).

Laut Vereinten Nationen hat fehlender Regen letztes Jahr zu Einbußen von 30 Prozent bei der Getreideernte im Niger geführt.

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