Harmloser Bluterguss entpuppte sich als Krebs

Beim Spielen hat sich der kleine Ilya (6) aus der Ukraine das Bein verletzt. Eigentlich dachten seine Eltern Olena (30) und Yevhen (30) es sei ein harmloser Zwischenfall, so wie er bei vielen kleinen Kindern passiert. Doch es bildete am Schienbein in der Folge ein großes Ödem, dass dem Jungen Schmerzen bereitete.

Sofort suchten die Eltern im Juli 2009 ein Krankenhaus auf und ließen ihren Sohn untersuchen. Das Ergebnis riss ihnen den Boden unter den Füßen weg! Das sich ein vermeintlich harmloser blauer Fleck als Krebs erweisen würde, hätten sie nie im Leben angenommen.

Die bösartigen Zellen hatten sich im Muskelgewebe des Beins angesiedelt – Ilya leidet an einem Rhabdomyosarkom. Die einzige Möglichkeit, die die Ärzte in der Ukraine sahen, war das Bein von Ilya zu amputieren. Für die Eltern der nächste Schock. Doch nachdem sie wieder zu Sinnen kamen, entschieden sie sich gegen eine Amputation – sie wollten zunächst andere Onkologen konsultieren und alternative Behandlungsmethoden ausprobieren.

So wurde Ilya am Krebszentrum in Moskau aufgenommen, wo zunächst mit einer Chemotherapie die Krebszellen bekämpft wurden. Als erstes positives Zwischenergebnis verkleinerte sich der Tumor im Bein, sodass er nun heraus operiert werden konnte.

Die Eltern waren überglücklich und glaubten nun das Schlimmste überstanden zu haben. Aber bei der letzten Kontrolluntersuchung wurden erneut Krebszellen gefunden, diesmal auch Metastasen in der Lunge. Alle Hoffnungen waren damit wieder zerbrochen.

Da die Ärzte in Moskau keine weiteren Behandlungsmöglichkeiten sahen, nahmen die Eltern Kontakt mit der Harley Street Clinic in London auf. Hier sahen die Onkologen eine Überlebenschance von 60 Prozent und begannen umgehend mit der Behandlung. Um dies möglich zu machen, verkauften die Eltern alles was sie besaßen, liehen sich Geld bei Freunden und nahmen einen Kredit auf.

Die Behandlung muss nun dringend fortgesetzt werden. Ilya benötigt 10 weitere Blöcke Chemotherapie in verschiedenen Dosierungen. Die dafür anfallenden Kosten kann die Familie nicht mehr bezahlen. „Ein Herz für Kinder“ erklärte sich sofort bereit, Ilya zu helfen und sagte einen Teil der benötigten Summe zu, sodass die Behandlung in London fortgesetzt werden kann.

„Ein Herz für Kinder“

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