Deutsche Ärzte kämpfen um Ivans Leben

Man hat Angst vor dieser Diagnose. Man fürchtet sich bei dem Wort Krebs zusammenzubrechen. Keine Kraft zu haben etwas dagegen zu tun. Schon gar nicht, wenn es den liebsten Menschen betrifft, den man im Leben hat.

Der Schrecken dieses Unheils überfiel Marina im Januar 2009. Da erfuhr sie, dass ihr kleiner Sohn Ivan (4) an Blutkrebs erkrankt ist.

Ganz leise und vermeintlich harmlos schlich sich der Feind in Ivans Blut ein. Es war eine Erkältung, die ihn über Wochen plagte, immer wieder hohes Fieber und allgemeine körperliche Schwäche.

Die Ärzte beruhigten die besorgte Mutter zunächst und versuchten mit Antibiotika die Erkältung in den Griff zu bekommen. Doch als die Symptome auch nach intensiver Behandlung nicht abklangen, veranlassten die Ärzte weitere Untersuchungen, die die schreckliche Diagnose zu Tage brachten: akute lymphatische Leukämie!

Besonders aggressiv, besonders fortgeschritten, besonders heimtückisch – die Ärzte gaben der Mutter wenig Hoffnung, dass es überhaupt Rettung für das Leben ihres dritten Kindes geben könnte. Zumindest nicht in Russland, wo es kaum Spezialisten oder Möglichkeiten gibt, den Krebs nach den neuesten Standards zu behandeln.

Die Empfehlung der Ärzte: Suchen Sie Hilfe im Ausland!

Tag und Nacht suchte Marina im Internet nach Kliniken, die ihr aus ihrer verzweifelten Lage helfen können. Endlose Telefonate folgten, bis sie schließlich am Universitätsklinikum Münster Spezialisten fand, die sich bereit erklärten Ivan zu behandeln und zudem nach Sichtung der Befunde guter Hoffnung waren, dass die notwendigen Therapien erfolgreich verlaufen können.

Marina: „Die Ärzte sagten mir, dass mit einer Knochenmarktransplantation und anschließender Bestrahlungstherapie die Chancen gut stehen, dass Ivan wieder gesund werden kann. Das einzige Glück, was mein Sohn in dieser schlimmen Situation hat, ist, dass seine beiden Schwestern als Knochenmarkspender in Frage kommen.“

Trotzdem blieb noch ein großes Problem: Die Finanzierung der Behandlung, die rund 150 000 Euro kostete. In Russland konnte die Familie durch Spendenaktionen einen Teil des Geldes sammeln und auch die BILD-Hilfsorganisation „Ein Herz für Kinder“ sagte sofort Unterstützung zu, als der dramatische Fall bekannt wurde.

So bekam der kleine Knirps Hilfe, um den scheinbar übermächtigen Feind in seinem Blut besiegen zu können.

„Ein Herz für Kinder“

BILD hilft e.V. „Ein Herz für Kinder“
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