Sie lebt, weil es „Ein Herz für Kinder“ gibt

Jaqueline erinnert sich kaum noch an ihre Zeit im Krankenhaus – nur an die Tränen ihrer Mutter. „Mama saß immer bei mir am Bett, aber sobald sie weinen musste, ging sie.“ Das Kind sollte die Tränen der Mutter nicht sehen und ihre Angst nicht spüren. Die Angst einer Mutter vor dem Tod ihres Kindes.

„Kurz nach ihrem zweiten Geburtstag bekam unser Mädchen schwer Luft, Lippen und Fingernägel verfärbten sich“, erzählt ihr Vater Peter (49).

Jaqueline litt an der Fallotschen Tetralogie, einem vierfachen Herzfehler. Der beste Spezialist für diese komplexe Krankheit saß in London, Jaquelines Eltern wollten ihr Kind von ihm operieren lassen.

Die Krankenkasse zahlte zunächst nur einen Teilbetrag der ersten OP, die Zahlung für eine notwenige zweite Operation verweigerte die Kasse.

„Wir saßen in London mit unserem todkranken Kind, und diese Bürokraten ließen uns hängen“, sagt Jaquelines Vater. 32 000 Mark kostete der Eingriff, Geld, das die Eltern nicht aufbringen konnten.

Die Familie wandte sich an die BILD-Hilfsorganisation „Ein Herz für Kinder“ – und die half. Jaqueline wurde operiert, ihr Herzfehler behoben.

Heute geht Jaqueline in die 10. Klasse, will Abitur machen, Journalistin werden. Jaquelines Mutter wird die Entwicklung ihrer gesunden Tochter nicht mehr begleiten können, sie starb vor fünf Jahren nach einer Knieoperation.

Monatelang saß das Mädchen an ihrem Bett, nur wenn die Tränen kamen, verließ Jaqueline das Krankenzimmer.

Sie wollte nicht, dass die Mutter ihre Angst spürt – die Angst einer Tochter vor dem Tod der Mutter.

„Ein Herz für Kinder“

BILD hilft e.V. „Ein Herz für Kinder“
IBAN DE60 2007 0000 0067 6767 00 | BIC DEUTDEHH