Hilfe für Julia kam zu spät

Antonia und Claudiu hatten sich so sehr auf ihr drittes Kind gefreut, doch ihr Glück währte nur kurz. Ihr einziges Mädchen Julia Katharina (†2) wurde mit mehreren Fehlbildungen geboren – unter anderem einer Anusfehlbildung, Polydaktylie, Kiefer-Gaumen-Spalte und Nierenagenisie.

Schon zwei Tage nach der Geburt musste sie zum ersten Mal operiert werden. Das Baby überstand den Eingriff, doch im Laufe der Zeit stellten sich immer größere Probleme ein. So kamen Krampfanfälle, eine Milchunverträglichkeit hinzu und auch das Essen vertrug Julia nicht.

Da die Ärzte in Rumänien die komplexen Erkrankungen des Kindes nicht behandeln konnten, fuhren die Eltern mit Julia nach Köln, wo sie betreut wurde.

In Köln wurde die Kiefer-Gaumen-Spalte operiert, zusätzlich wurde aufgrund von Komplikationen aber ein Luftröhrenschnitt notwendig.

Um Julia Leben zu erhalten waren mehrere Apparate wie ein Absaug- und Sauerstoffgerät notwendig. Außerdem wurde ihre eine Magensonde gelegt, über die sie ernährt wurde.

Die Kosten der Behandlung wurden von der Krankenkasse in Rumänien übernommen, allerdings benötigte Julia das medizinische Material für die Beatmung und die PEG-Sonde, die von der Kasse nicht bezahlt wurden.

Deshalb bat die Mutter, die ihr Kind zu Hause in Rumänien weiterpflegte „Ein Herz für Kinder“ um Unterstützung, die von der BILD-Hilfsorganisation zugesagt wurde.

Leider verstarb die kleine Julia im Dezember 2010 zuhause in Rumänien im Kreise ihrer Familie.

„Ein Herz für Kinder“

BILD hilft e.V. „Ein Herz für Kinder“
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