Neuer Spielplatz für Roma-Kinder

Ausgrenzung, Diskriminierung, Anfeindungen, Armut und Gewalt sind für die Roma im Kosovo leider Alltag. Sie sind die am stärksten benachteiligte und ärmste Bevölkerungsgruppe. Die Benachteiligung der Roma geht vor allem auf das niedrige Bildungsniveau zurück. Lediglich 60 Prozent der Kinder besuchen die Primar- und Sekundarschule; von den Mädchen sogar nur knappe 50 Prozent.

Entsprechend gering ist ihr Einkommen, wobei über 75 Prozent der Roma weniger als 2 US-Dollar am Tag zum Leben haben. Die Benachteiligung hat aber auch in der erschreckend tief verwurzelten und allgemein akzeptierten ablehnenden Haltung der Mehrheitsbevölkerung gegenüber den Roma ihre Ursache.

Seit über 10 Jahren engagiert sich die Karl Kübel Stiftung für die Roma im Kosovo, versucht Diskriminierungen zu beseitigen und den gegenseitigen Respekt und das friedliche Miteinander unter den verschiedenen ethnischen Gruppierungen zu stärken.

Es sind die jüngeren Generationen, die eine Wende einleiten und die Besserstellung der Roma-Gemeinschaft im Kosovo ermöglichen können. Deshalb muss das Umfeld der Kinder und Jugendlichen gestärkt werden und es müssen Freizeitangebote geschaffen werden. Aus diesem Grund rief die Karl Kübel Stiftung das Projekt „Verwirklichung des Rechts auf Spielen und Freizeitgestaltung für benachteiligte Roma-Kinder im Kosovo“ ins Leben.

Im Roma-Gemeinschaftszentrum werden die Kinder bei der Verwirklichung ihrer Rechte unterstützt durch Vorbereitungen für die Vorschule, Förderunterricht, Hausaufgabenhilfe, Werteerziehung, Training zu Lebenskompetenzen, insbesondere für Mädchen, Erziehung in Gesundheitsfragen und Impfkampagnen sowie Berufsbildungen für Jugendliche.

Neben der Förderung und Betreuung der Roma-Kinder der Nachbarschaft, werden Aktivitäten für Roma-Jugendliche und Roma-Frauen angeboten: Treffen zum Informationsaustausch, Training zu Themen von Kinder- und Frauenrechten, Gesundheit, Hygiene, Berufsbildende Schulungen wie Nähkurse, sowie Aktionen und Feierlichkeiten wie zum Beispiel „der offene Tag der Roma“.

Um das Gemeinschaftszentrum gerade bei Kindern attraktiver zu gestalten, sollte der Außenbereich verschönert und durch einen Spielplatz erweitert werden. Des Weiteren wurde ein Fahrzeug benötigt, um den Transport der Kinder zu garantieren.

Die BILD-Hilfsorganisation „Ein Herz für Kinder“ unterstützte die Karl Kübel Stiftung bei der Finanzierung des Spielplatzes, sowie bei der Anschaffung des Fahrzeugs.

Durch die Hilfe von „Ein Herz für Kinder“ und der Mitarbeit der Kinder bei der Gestaltung des Spielplatzgeländes, die mit farbenfrohen Malereien die Wand verzierten, wurde der Spielplatz zu ihrem eigenen sehr geschätzten Lebensraum. Die Kinder sind überglücklich, denn der Spielplatz ist Treffpunkt der Lebensfreude und ein Ort, an dem die Roma-Mädchen und Jungen Kind sein dürfen. Es ist der Ort, an dem sie ihr Recht auf Spielen und Freizeitgestaltung ausleben können.

„Ein Herz für Kinder“

BILD hilft e.V. „Ein Herz für Kinder“
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