Kleine Kim, dein Schmerzensschrei tut uns allen weh!

Es passierte nachts, als alle schliefen. Ein Pochen im Kopf. Kim (damals 5) hat nichts gemerkt. Morgens wachte sie auf und war gelähmt. Schlaganfall! Die Krankheit der Alten – immer öfter trifft sie auch Kinder.

Beim Frühstück schien alles in Ordnung. Mutter Heidi (45) sagt noch: „Beeil dich und grins nicht so!“ Wenig später klappt ihre Tochter zusammen.

Das war vor fast drei Jahren. Die Stimme der allein erziehenden Mutter zittert, wenn sie sich erinnert: Die hektische Fahrt zum Arzt. Sein hilfloses Gesicht. Überweisung in die Uni-Klinik nach Heidelberg – endlose 30 Kilometer. Zahllose Tests.

Die unfassbare Diagnose: Schlaganfall. Kim hatte beim Frühstück nicht gegrinst. Ihr Gehirn gab nur falsche Befehle: Der linke Mundwinkel verzog sich nach oben. Der linke Arm hing seltsam verkrümmt am Körper. Das linke Bein knickte weg.

In Deutschland trifft es jährlich etwa 700 Kinder. Allein im Münsteraner Schlaganfall-Zentrum sind über 8000 Fälle registriert. Prof. Dr. Ulrike Göttl: „Meist sind es Durchblutungsstörungen im Gehirn. Eine Arterie verstopft. Es kommt zum Schlaganfall.“ Warum? – Das bleibt meist ungeklärt.

Bei Kim war es eine Zecke. Sie saß am Nacken. Beim Entfernen übersah die Mutter einen Rest. Bakterien gelangten in die Blutbahn, erreichten nach drei Monate die Schaltzentrale des kleinen Körpers – attackierten Nervenzellen im Gehirn.

Heute kann Kim die Hände nicht mehr strecken, die Finger nicht lösen. Ihre Muskeln gehorchen ihr nicht mehr.

„Ein Herz für Kinder“, die Hilfsorganisation der BILD-Zeitung, finanziert jetzt eine Therapie für das kleine Mädchen. Kim soll auf eine behindertengerechte Schule gehen. „Vielleicht schafft sie sogar einmal das Abitur“, hofft die Mutter. „Kim ist zwar gelähmt, aber sie ist noch immer mein kleines, schlaues Mädchen.“

„Ein Herz für Kinder“

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