Waisenhaus für Mädchen in Ouagadougou

Nachdem Katrin Rode in 1997 ihre beiden Buchhandlungen in Deutschland verkauft hatte, zog sie nach Ouagadougou (Burkina Faso) gründete die Organisation AMPO (Association Managré Nooma pur la Protection des Orphelins) und baute ihr erstes Kinderheim auf.

Unterstützt durch ihren deutschen Förderverein Sahel e.V. und ihre Stiftung, betreibt sie dort mit AMPO mehrere soziale Einrichtungen, wie zwei Schutzhäuser für  Mädchen in Not, ein Beratungshaus für Frauen, eine Krankenstation mit Gynäkologie, eine Reha-Station für körperbehinderte und Kinder mit Verbrennungen, eine Zahnarztpraxis mit Labor, Ausbildungsstätten wie eine Schneiderei, eine Lehrküche mit Restaurant, eine Optik Station, eine Rollstuhlwerkstatt, eine Landwirtschaftsschule sowie ein Jungen- und Mädchenheim.

Die beiden Heime sind von einer  Straße getrennt, gegenüber angesiedelt. Hier leben 120 Kinder zwischen 7-19 Jahren. Viele der dort lebenden Kinder wurden misshandelt und sind traumatisiert.

Die Kinder werden dort rundum versorgt und liebevoll betreut, alle Kinder helfen bei den anfallenden Arbeiten mit. Sie besuchen die umliegenden Schulen, auch der Besuch einer weiterführenden Schule ist je nach Begabung möglich. Die Freizeit ist durch außerschulische Aktivitäten wie Lern- und Sportspiele geprägt. So ist zum Beispiel Schwimmen und Karateunterricht für alle Mädchen Pflicht. An den Wochenenden ist Zeit für Tanz, Theater, Basteln, Malen und Fußball. Alle erhalten eine berufliche Ausbildung. Auch nach dem Auszug aus dem Heim mit spätestens 19 Jahren werden sie weiterhin finanziert und betreut, bis sie sich ihren eigenen Unterhalt verdienen können.

Die Mädchen vor dem neu gebauten Waisenheim (Foto: Privat)
Die Mädchen vor dem neu gebauten Waisenheim (Foto: Privat)

Anfang 2013 wurde die kleine Straße zwischen den beiden Heimen in eine vierspurige Schnellstraße verwandelt. Auch die Querstraße, an der das Mädchenheim liegt, wurde asphaltiert. Der Verkehr in der Stadt ist sehr gefährlich, jährlich sind viele Schwerverletzte und Tote zu beklagen.

Zum Schutz mussten die 60 Mädchen jetzt auf das Gelände des Hauses für die Jungen gegenüber umziehen. Dort führen die Ausgangstore zu einer kleinen ruhigen Nebenstraße, so dass das Sicherheitsrisiko erheblich reduziert ist. Die dort bestehenden Gebäude bieten genügend Platz für die 120 Kinder. Sie müssten jedoch um- und ausgebaut werden, auch müssen neue Räume für Erzieher, Psychologen, Nachtwächter entstehen und neue sanitäre Anlagen für alle.

Die Umbauarbeiten für den Umzug der Mädchen erfolgten in drei Bauphasen. Die Finanzierung vom ersten und zweiten Bauabschnitt konnte gesichert und die Maßnahmen so durchgeführt werden.

In der dritten Bauphase wurden drei der bereits auf dem Grundstück befindlichen Gebäude umgebaut, eine Rundhütte wurde durch ein feststehendes Haus ersetzt, so dass weitere Schlafräume für 14 Mädchen, sanitäre Anlagen und Räume für Erzieher entstanden sind.

Da für diesen Abschnitt noch Geld fehlte, erklärte sich „Ein Herz für Kinder“ bereit, das Projekt zu unterstützen, sodass nun alle Arbeiten wie geplant abgeschlossen werden konnte. Inzwischen sind die Mädchen umgezogen – sie sind glücklich, dass sie nun in Sicherheit aufwachsen und betreut werden können.

„Ein Herz für Kinder“

BILD hilft e.V. „Ein Herz für Kinder“
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