Wenn es immer weh tut…

Mehr als 350 000 Kinder leiden in Deutschland unter chronischen Schmerzen. Die Zahl der Betroffenen nimmt stark zu und hat sich in den letzten 15 Jahren nahezu verdoppelt, sie leiden unter ständigen Kopf-, Bauch- oder Muskelschmerzen. Die schmerzkranken Kinder leiden nicht nur an den Schmerzen, ein Viertel von ihnen wird depressiv oder entwickelt eine Angststörung. Durch die Umstände können die Kinder oftmals die Schule nicht mehr besuchen.

Chronische Schmerzen, die im Kindesalter unbehandelt bleiben oder deren Behandlung nicht erfolgreich verläuft, bleiben häufig bis ins Erwachsenenalter bestehen. Eine frühzeitige Therapie und damit die Verhinderung einer fortschreitenden Chronifizierung kann dies unterbinden.

Bundesweit ist die aktuelle Versorgungssituation für Kinder mit chronischen Schmerzen unzureichend. Dringend werden flächendeckende Versorgung und innovative Therapieansätze benötigt. Auch eine Aufklärung – insbesondere der Kinderärzte – ist erforderlich, denn oftmals werde chronische Schmerzerkrankunngen bei Kindern nicht erkannt. Es kann sogar passieren, dass sie als Simulanten abgestempelt werden.

2002 gründete Professor Zernikow zusammen mit seinem Team das Vodafone Stiftungsinstitut für Kinderschmerztherapie und Pädiatrische Palliativmedizin (VIKP). Ermöglicht wurde der Auf- und Ausbau des Institutes durch die finanzielle Förderung der Vodafone Stiftung Deutschland, die im Februar 2011 auslief.

Das Institut entwickelte sich zu einer wichtigen Anlaufstelle für Kinder und Jugendliche mit stark beeinträchtigenden Schmerzen und etablierte sich im Laufe der Zeit zum deutschen Zentrum für die Versorgung chronisch schmerzkranker Kinder.

Die Patientenzahlen in der Kinderschmerz-Ambulanz sind in den ersten Jahren stets gestiegen und bleiben seit 2007 konstant.

Jährlich stellen sich etwa 1200 Kinder und Jugendliche in der Schmerzambulanz vor. Neben der ambulanten Versorgung etablierte sich auch die stationäre multimodale Schmerztherapie.

Wissenschaftliche Studien konnten zeigen, dass die Schmerzwerte und die damit einhergehenden Schulfehltage im Verlauf der Behandlung bei den Kindern und Jugendlichen abnehmen. Den meisten Kindern kann geholfen werden. Bei mehr als 50 Prozent der betroffenen Kinder und Jugendlichen mit chronischen Schmerzen kann eine dauerhafte Verbesserung und sogar eine langfristige Heilung erzielt werden.

Für die Optimierung der Versorgung im Deutschen Kinderschmerzzentrum müssen die Räumlichkeiten erweitert werden: Für den Ausbau der Kinderschmerzambulanz und -station steht ein Haus zur Verfügung, welches direkt an das Gelände der Vestischen Kinder- und Jugendklinik Datteln angrenzt. Der Altbau soll um einen angrenzenden Flachdachbau ergänzt werden, sodass hier das neue Deutsche Kinderschmerzzentrum mit der Schmerzambulanz einziehen kann. Die jetzigen Ambulanzräume könnten für die stationäre Versorgung genutzt werden.

Die Umbaukosten sind enorm hoch und können nicht allein von den Trägern des Kinderschmerzzentrums aufgebracht werden. Deshalb erklärte sich „Ein Herz für Kinder“ bereit, sich großzügig an den Kosten für den Umbau des Altbaus, für technische Anlagen, für das Außengelände und die Ausstattung der Einrichtung zu beteiligen.

„Ein Herz für Kinder“

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