Pfusch bei der Diagnose

Schon im Alter von neun Monaten bemerkte Kristina (26), dass ihre kleine Tochter Kira (heute 3) starke Schmerzen in ihrem rechten Bein hatte. Mit dreizehn Monaten konnte sie durch diese Einschränkung nicht mehr stehen oder laufen. Erst als sie fünfzehn Monate alt war, diagnostizierte ein Arzt ein Osteoid-Osteom, einen gutartigen Knochentumor, im rechten Schienbein.

Sofort wurde die kleine Kira operiert. Es kam aber zu postoperativen Komplikationen: Sie hatte lebensgefährliche Atemstillstände, bekam starkes Fieber. Der Arzt teilte der jungen Mutter mit, dass die ursprüngliche Diagnose falsch war. Er empfahl eine weitere Operationen und verschrieb hohe Dosen eines Antibiotikums.

Über sechs lange Monate musste Kira diese einnehmen. Im Alter von 23 Monaten bekam sie ein Keratom. Drei Monate später wurde sie wieder operiert. Dieses Mal versuchten die Ärzte das kaputte Gewebe zu entfernen und diagnostizierten eine chronische Osteomyelitis (Knochenentzündung). Aber selbst zwei Monate nach Entfernung des Verbands war es Kira nicht möglich, auf ihrem rechten Bein zu stehen. Nach einer weiteren Woche erlitt sie eine pathologische Doppelfraktur genau an der Stelle, an der sie zwei Monate zuvor operiert wurde. Die Ärzte sagten nur, der Verband wäre zu früh entfernt worden.

Der ganze Behandlungsmarathon hat nichts gebracht. Kira leidet immer noch unter ständigen starken Schmerzen, zudem hat sich ein Ödem gebildet. Das einzige, was ukrainische Ärzte vorschlagen, sind weitere Operationen, ohne aber die genaue Diagnose zu kennen. All das hat Kristina das Vertrauen in die einheimischen Ärzte verlieren lassen.

Die Mutter: „Mit jeder Operation entfernen sie mehr und mehr von ihrem Knochen. Meine Tochter nimmt seit über zwei Jahren starke Antibiotika. Ihre Verfassung wird immer schlechter, bereits jetzt ist das rechte Bein um zwei Zentimeter kürzer als das linke Bein.“ Kristina ist ob dieser scheinbar ausweglosen Situation ist verzweifelt.

In der Ukraine kann der Kleinen nicht geholfen werden – das ist inzwischen klar. Und seitdem Kristina alleinerziehende Mutter ist, ist es noch viel schwieriger, Geld für eine Behandlung im Ausland zu sparen. Um die junge Mutter und ihre kleine Tochter zu unterstützen, erklärt sich „Ein Herz für Kinder“ bereit einen Teil der Kosten für ihre Behandlung im Sheba Medical Center zu übernehmen. Die Hoffnung ist groß, dass Kira in Israel endlich richtig geholfen und ihre Schmerzen damit gelindert werden können.

„Ein Herz für Kinder“

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