Mysteriöse Krankheit quält Kiryl

Woran leidet Kiryl (15)?

Der Junge aus Gomel (Weißrussland) leidet seit seiner Geburt immer wieder an diversen Gelenkschwellungen. Besonders deutlich wurde dies als er zwei Jahre alt war. Durch Prellungen oder kleine Abschürfungen entstanden Wunden, die lange nicht zuheilten.

Mutter Liudmila (34) konsultierte mit ihrem Sohn die verschiedensten Ärzte wie Chirurgen, Dermatologen, Neurologen – doch keiner konnte eine genaue Diagnose stellen. 2001 schließlich wurde die Mutter in der Klinik durch Zufall auf ein Mädchen aufmerksam, dass an ganz ähnlichen Symptomen litt, wie ihr Sohn. Man empfahl ihr sich an die neurologische Abteilung des Kinderklinikums Minsk zu wenden, wo schließlich nach einer MRT-Untersuchung festgestellt wurde, das Kiryl an Syringomyelie leidet – einer sehr seltenen Erkrankung des Rückenmarks, in dem sich zystenartige Hohlräume bilden.

Spezielle Medikamente, die Kiryl über mehrere Monate einnahm, zeigten Wirkung, die Schwellungen gingen zurück. Doch dann kamen die Beschwerden wieder, erneute Untersuchungen ließen die Ärzte zu dem Schluss kommen, er würde an Osteomyelitis leiden. Alle Zehen und Finger des Jungen wurden aufgeschnitten, um Entzündungsherde auszuräumen.

Doch die Leiden des Jungen waren damit noch nicht zu Ende. Vor vier Jahren schwoll plötzlich das linke Knie von Kiryl extrem an. Im Knie sammelte sich Flüssigkeit – die Ärzte vermuteten eine rheumatische Erkrankung als Ursache. Verschiedensten Medikamente wurde verschrieben, das Knie zudem punktiert – doch alles brachte nichts.

Mittlerweile hat sich Kiryls Zustand so sehr verschlechtert, dass er kaum noch laufen kann. Deshalb kann er auch die Schule nicht mehr besuchen und muss zu Hause unterrichtet werden.

Die Ärzte wissen nicht, wie sie Kiryl helfen sollen. Als einzige Alternative schlugen sie vor, ein künstliches Kniegelenk einzusetzen – ohne allerdings garantieren zu können, dass sein Zustand danach besser wird.

Die Eltern haben mittlerweile das Vertrauen in die weißrussische Medizin verloren und wollen ihrem Sohn nun in Hannover im Kinderkrankenhaus auf der Bult helfen lassen. Sie erhoffen sich von den deutschen Ärzten endlich eine konkrete Diagnose, um dann eine entsprechende Behandlung beginnen zu können. Da die Familie nicht das Geld hat, um die Diagnostik in Hannover bezahlen zu können, übernahm „Ein Herz für Kinder“ die Kosten. Hoffentlich kann Kiryl nun endlich geholfen und seine Leiden gelindert werden.

„Ein Herz für Kinder“

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