Bessere Versorgung von Müttern und Kindern

Niger gehört zu den ärmsten Ländern der Welt. Das jährliche Pro-Kopf-Einkommen liegt bei weniger als 200 Euro. Insbesondere die Lage für Mütter und Kinder ist sehr ernst. Hilfe bekommen die Mütter und Kinder in der Klinik „Complexe de Santé Hosanna“ in Kollo, die auf die Mutter-Kind-Versorgung und der Geburtenhilfe spezialisiert ist.

Das Krankenhaus „Complexe de Santé Hosanna“ wurde 2009 von der nigrischen Hilfsorganisation Hosanna Institut du Sahel zusammen mit Humedica e.V. gegründet. Es liegt 35 Kilometer südlich der Hauptstadt Niamey. Bisher konnten ca. 90 000 Menschen behandelt werden. Zusätzlich zur Mutter-Kind-Versorgung wird ambulante und teilweise auch stationäre Behandlung anderer Gruppen durchgeführt.

Auch konnte bereits eine Impfkampagne gestartet werden, in dessen Verlauf 43 000 Menschen lebenswichtige Impfungen erhielten. Seit Bestehen wird das Krankenhaus von Humedica e.V. finanziell und personell unterstützt. Mittlerweile kann die Klinik fast ausschließlich von einheimischen Personal betrieben werden.

Für die weitere Verbesserung der Versorgung schwangerer Frauen, stillender Mütter und ihrer Kleinkinder, vor allem solcher, die an Unterernährung leiden, sind weitere Investitionen geplant, die den Betrieb des Krankenhauses ermöglichen sollen, kleinere operative Eingriffe im Gesundheitszentrum selbst durchzuführen und die Anzahl der Verlegungen in staatliche Krankenhäuser zu begrenzen.

Folgende Bauvorhaben sind geplant:

• Errichtung einer Umfassungsmauer: Das Klinikgebäude befindet sich am Ortsausgang und ist nur unzureichend gegen Eindringlinge geschützt. Die Umfassungsmauer soll Sicherheit und Schutz – insbesondere der Frauen – gewährleisten.

• Bau einer Mauer zur Abtrennung eines gekühlten Raumes im Lagerhaus: Die Lagerung von Medikamenten und Nahrungsmitteln für die therapeutische Behandlung von Unterernährten bedarf einer Verbesserung. Durch bauliche Veränderungen wird ein gekühlter Raum eingegrenzt, so dass eine effizientere Kühlung und dadurch Kostenersparnis erreicht wird.

• Bau einer solarbetriebenen elektrischen Pumpe mit zugehörigem Wasserspeicher und Leitungen: Die Versorgung mit Trinkwasser wird zur Zeit über das öffentliche Wasserversorgungssystem gewährleistet. Dies ist allerdings sehr störungsanfällig und teuer.

• Errichtung einer zusätzlichen Toilette mit 4 Zellen: Die Klinik wird täglich von bis zu 100 Patienten besucht, für die nicht ausreichend sanitäre Anlagen zur Verfügung stehen.

Damit diese Vorhaben so schnell wie möglich umgesetzt werden, erklärte sich „Ein Herz für Kinder“ bereit, die Klinik großzügig zu unterstützen. 

„Ein Herz für Kinder“

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