In Kostjas Gesicht wucherte ein Riesen-Tumor

Dieses Bild macht traurig und wütend zugleich. Der kleine Kostja (†1) hatte einen kartoffelgroßen Tumor im rechten Auge, der sein süßes Gesichtchen nicht nur halb verdeckte, sondern auch entstellte.

Nur weil die russischen Ärzte zu spät die richtige Diagnose stellten, konnte der Tumor so riesig werden und sich ausbreiten, sodass die Hilfe für den Jungen letztlich zu spät kam.

Schon als Kostja sechs Wochen als war, bemerkte die Mutter einen kleinen roten Fleck auf der Haut neben dem rechten Auge. Sie fuhr zum Kinderarzt. Der Doktor sagte, dass es sich um eine Augenentzündung handele und verschrieb Augentropfen.

Wertvolle Wochen vergingen, in denen der Tumor wucherte. Als sich nichts veränderte, suchte die Mutter das Kreiskrankenhaus Rostov auf.

Aber auch dort konnten die Ärzte dem kleinen Jungen nicht helfen. Sie schickten ihn gleich nach Moskau zu einer genauen Untersuchung.

In der russischen Hauptstadt diagnostizierten die Ärzte lediglich einen erhöhten. Augeninnendruck. Schließlich operierten sie Kostja drei Mal und entschieden sich letztendlich das Auge zu entfernen.

Erst während der letzten OP fanden die Mediziner endlich die richtige Ursache für Kostjas Leiden: Krebs!

Weil sie aber nichts für den Kleinen tun konnten, schickten sie ihn zum Sterben wieder nach Hause.

Der Kleine wurde im Kreiskrankenhaus Rostov weiter behandelt. Und als ob er nicht schon genug gelitten hätte, gab es dort keine passende Chemotherapie.

Ohne jemals eine wirkliche Chance gehabt zu haben, war Kostja zum Sterben verurteilt!

In einem letzten, verzweifelten Versuch wandten sich die Eltern an „Ein Herz für Kinder“ und baten darum, Kostja eine Behandlung in Deutschland zu ermöglichen.

Am Uniklinikum Heidelberg sollte Kostja operiert und therapiert werden. Durch die Unterstützung von „Ein Herz für Kinder“ und private Spenden aus Russland konnten die Gelder dafür bereit gestellt werden. Doch in Heidelberg stellten die Ärzte nach wenigen Wochen fest, dass jegliche Hilfe zu spät kam. Kostja sprach nicht mehr auf die Chemotherapie an. Der Krebs hatte sich explosionsartig in seinem Körper ausgebreitet, überall Metastasen gebildet.

Mutter Kristina fuhr mit ihrem Sohn wieder nach Hause, versuchte ihm die letzten Stunden seines Lebens so schön wie möglich zu machen. Am 30. August wurde der Junge von seinem Leiden erlöst, starb zu Hause in den armen seiner Mutter.

„Ein Herz für Kinder“

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