BILD hilft der kleinen Layla in der Hölle von Bagdad

Layla (5) schaut uns mit ihren großen braunen Augen an. Sie weint, sie hat Hunger und sie hat Schmerzen. Layla ist nur eines der Kinder im Irak, das unsere Hilfe braucht. Wir, die BILD-Reporter, haben sie besucht.

Laylas Zuhause ist die heruntergekommene Siedlung Kardat Mariam, nur 100 Meter vom „Main Gate“, dem einstigen Präsidentenpalast, entfernt. Hier leben die Ärmsten der Armen. Müll liegt auf der Straße, die Luft ist zum Schneiden. Glühendheißer Wind wirbelt Sandstaub von der Straße auf, nimmt die Luft zum Atmen. Er dringt durch jede Fensterritze, liegt auf den ausgebombten Autos, den mickrigen Bäumchen in den schmutzigen Vorgärten.

In Haus Nr. 16 wohnt Layla (5) mit ihrer Familie. Vater Ahmed (30), Mutter Saba (26), ihre Brüdern Rafid (9), Barq (3), Oma Shatha (48), Opa Nuri (51) und rund 30 weitere Verwandten hausen in acht winzigen, meist fensterlosen dunklen Räumen.

Layla humpelt auf uns zu, zeigt weinend ihre wunden, schmerzenden Füßchen. Eine schlimme Pilzinfektion, jeder Schritt tut ihr weh.

Die Oma serviert Wasser als Willkommensgruß. Sauberes Wasser gehört zu den kostbarsten Gütern im Irak. Die Klär- und Filteranlagen sind kaputt, Wasserleitungen zerstört. Die Familien holen sich verseuchtes Wasser aus den Flüssen. Sie können es nicht abkochen, weil die meisten weder Strom noch Propangas haben. Tausende Kinder leiden deshalb unter furchtbaren Durchfällen, sie trocknen regelrecht aus, sterben qualvoll.

Noch geht es Laylas Familie verhältnismäßig gut, die Amerikaner bringen manchmal Wasser und Mehl vorbei. Aber wie lange noch? Vater Ahmed hat schon lange kein Geld mehr nach Hause gebracht: „Es gibt gar nichts, nur die Freiheit. Aber wie kriegst du mit Freiheit deine Kinder satt? Freiheit kann man nicht essen!“

Laylas Bruder Rafid war seit zwei Monaten nicht mehr in der Schule. „Sie ist geschlossen, weil die Lehrer nicht bezahlt werden können“, erklärt Mutter Saba, „aber selbst wenn wieder Unterricht wäre, könnte er auch nicht hin, weil wir kein Geld für den Schulbus haben.“ Klartext: Auch Layla wird ohne Unterstützung wie so viele Mädchen im Irak nie eine Schule besuchen.

Laylas Mutter Saba leise: „Niemand weiß, ob unsere Kinder eine Zukunft haben. Wir sind dankbar, dass die Menschen in Deutschland uns helfen wollen.“

„Ein Herz für Kinder“, die Hilfsorganisation von BILD, hat dafür gesorgt, dass Layla behandelt wird. Bis die neue Regierung aufgestellt ist, wird „Ein Herz für Kinder“ sowohl ihre als auch andere arme Familien in dem Elendsviertel mit Nahrungsmitteln unterstützen und dafür sorgen, dass das kleine Mädchen eine Schule besuchen kann.

„Ein Herz für Kinder“

BILD hilft e.V. „Ein Herz für Kinder“
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