Kampf verloren

Für eine Mutter kann es wohl keinen schlimmeren Moment geben, als zu erfahren, dass dem einzigen Kind nicht mehr geholfen werden kann und es sterben wird…

Vor wenigen Monaten ist Dina genau das passiert. Ärzte in Russland teilten ihr mit, dass ihr Sohn Lilian (3) unheilbar und ohne jede Rettung an Krebs erkrankt ist. Nachdem der erste Schock überwunden war, war für sie jedoch klar, dass sie niemals die Hoffnung aufgeben wird und selbst die kleinste Chance nutzen wird, um vielleicht doch noch das Leben ihres Sohnes retten zu können.

Rückblick: Als Lilian 11 Monate alt war, wurde er krank. In seiner Heimat Moldawien wurde zunächst eine falsche Diagnose gestellt. Die Ärzte haben geglaubt, dass der Junge an einem gutartigen Nierentumor leiden würde. Die Niere und der Tumor wurden entfernt – Lilian ohne eine weitere Nachbehandlung nach Hause geschickt.

Die Eltern glaubten, dass nun alles wieder in Ordnung sei – doch nach einiger Zeit wurde Lilians Bauch immer größer. Da die Ärzte in Moldawien keine Erklärung hatten, fuhren die Eltern mit ihrem Sohn nach Moskau. Dort wurde festgestellt, dass sich erneut ein Turmor gebildet hatte – hier stellten die Spezialisten auch fest, dass es sich um Krebs handelt. Erneut musste Lilian operiert werden und sich einer Chemotherapie unterziehen. Die Behandlung war erfolgreich, im Dezember 2012 konnte der Junge aus der Klinik entlassen werden.

Im März 2013 fuhren die Eltern erneut mit ihrem Sohn nach Russland zu einer routinemäßigen Kontrolluntersuchung, die glücklicherweise ohne Befunde blieb.

Doch dann der bittere Rückschlag.

Die Mutter: „Im Mai 2013 kehrte die Krankheit wie aus heiterem Himmel zurück. Es wurden zwei Tumore in der Bauchhöhle festgestellt. Mein Kind wurde als unheilbar klassifiziert und ohne jegliche Behandlungsempfehlungen zurück nach Hause geschickt.“

Verzweifelt wandten sich die Eltern an mehrere, führende Kliniken in Deutschland. Schliesslich erklärte sich das Uniklinikum Würzburg bereit, mit einer speziellen Strahlentherapie den Kampf gegen den Krebs aufzunehmen.

Leider sind die Kosten für Lilans Rettung enorm hoch, die Eltern allein sind nicht in der Lage, das benötigte Geld aufzubringen. Die Mutter kümmert sich rund um die Uhr um ihr krankes Kind und kann nicht arbeiten. Das Gehalt ihres Mannes reicht kaum, um den alltäglichen Bedarf des Lebens zu sichern.

Die Mutter: „Moldawien ist das ärmste Land Europas. In unserer Heimat gibt es weder Fonds noch Vereine, die Menschen in Not helfen. Das Geld für die Kontrolle in Würzburg wurde von unseren Freunden, Arbeiskollegen und sogar unbekannten Menschen gespendet. Aber für die Behandlung reicht es nicht.“

In dieser Not erklärte sich „Ein Herz für Kinder“ bereit, Lilian zu unterstützen und stellte Gelder bereit, die den Behandlungsbeginn ermöglichten. Leider schlug die Behandlung nicht wie erhofft an. Lilian wurde schließlich in ein Hospiz gebracht, wo er in den Armen seiner Eltern starb.

 

 

„Ein Herz für Kinder“

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