So sieht der arme Lukas heute aus

Wir sehen einen kleinen Jungen (4). Pausbacken, freche Stupsnase, ein vorsichtiges Lächeln auf den Lippen. Und sehen darunter ein kleines Kind, 19 Monate alt, ausgemergelt, spindeldürr, sein Blick leer, nah am Tod.

ES IST LUKAS! ER WÄRE FAST VERHUNGERT! JETZT LERNT ER WIEDER ZU LEBEN! GANZ LANGSAM!

Lukas aus Leipzig. Seine Geschichte erschütterte ganz Deutschland. Simone J. und Rolf K. ließen ihren Sohn neun Monate lang hungern. Im Mai 2004 wog er nur noch 5860 Gramm. Die Eltern wurden wegen Kindesmisshandlung zu 18 Monaten auf Bewährung verurteilt „Lukas wäre spätestens zwei Wochen später verhungert“, sagt Dr. Peter Müller, Chefarzt der Helios-Klinik Leisnig.

Video: Misshandlungen von Kindern in Deutschland

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ER HATTE NICHT MAL MEHR KRAFT ZUM WEINEN!

Nach den Wochen in der Klinik kümmerte sich ein gesetzlicher Vormund um den Blondschopf, fand Pflegeeltern für ihn. Der Vormund erzählt in BILD über das neue Leben des armen Lukas‘:  „Am Anfang hatte er sogar Angst vor Zärtlichkeiten, ließ überhaupt keine körperliche Nähe zu. Seine Eltern hatten ihn nie gestreichelt oder geküsst.“

ER MUSSTE ERST WIEDER KUSCHELN LERNEN!

Lukas lernte auch mühsam zu essen. Egal ob Sand, Laubblätter oder Teppichfetzen – anfangs stopfte er alles in sich hinein. „Das waren Folgen der extremen Hungererfahrung, Lukas hatte kein Sättigungsgefühl.““

Heute wiegt der Junge fast 16 Kilo, so viel wie andere Kinder in seinem Alter. Und er isst auch so viel, am liebsten Süßes. Gummibärchen, Schokolade. Er sagt „Mama“ und „Papa“ zu seinen neuen Eltern. Zur Zeit erobert Lukas seine neue Welt mit einem Kinderfahrrad. Freiheit spüren, nachdem er wochenlang isoliert in einem Laufgitter gelegen hatte.

Natürlich gibt es noch Probleme. Der Vormund: „Manchmal lässt er sich einfach fallen, bleibt am Boden liegen. Nach zwanzig Minuten beginnt er zu wackeln, macht nur noch Trippelschritte. Dann braucht er eine Pause. In den ersten 19 Monaten seines Lebens durfte er ja kaum laufen.“

Er hat kein Schmerzempfinden, reißt sich die Haare aus, beißt sich, schreit laut. Niemand weiß, wie er sich geistig entwickeln wird.

Der Vormund: „Er wird wohl lebenslang fremde Hilfe benötigen. Jetzt planen wir erst einmal eine Reit- oder Delfin-Therapie, die Sicherheit und Selbstvertrauen schaffen.“

BILD wird Lukas helfen. Martina Krüger, Geschäftsführerin des Vereins „Ein Herz für Kinder“: „Wir werden mit den Spendengeldern der BILD-Leser eine Therapie für Lukas bezahlen.“

„Ein Herz für Kinder“

BILD hilft e.V. „Ein Herz für Kinder“
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