Malgorzata: 300 epileptische Anfälle am Tag

Plötzlich ist da wieder das Zittern. Der kleine Körper von Malgorzata (8) aus Polen bebt unkontrollierbar, sie verdreht die Augen bis sie für wenige Augenblicke das Bewusstsein verliert. Bis zu 300 Mal am Tag wiederholt sich dieser Zustand.

Jedes Mal sind ihre Eltern Pawel und Katarzyna in größter Sorge, bangen um ihr Kind. Das Mädchen aus Polen leidet unter schweren epileptischen Anfällen. Mit Medikamenten lässt sich die Erkrankung einfach nicht einstellen, die Ärzte in Polen sind ratlos.

Seit ihrem vierten Lebensjahr suchen Malgorzata die Anfälle heim. Waren es anfänglich nur wenige Aussetzer, haben sie sich mittlerweile herdenartig erweitert. Sie kann nicht mehr gehen und sprechen, kaum noch essen.

Um ihre Leiden zu lindern, gibt es einen Stimulator, der die übermäßigen Nervenreaktionen im Gehirn abfangen kann. Allerdings kann dieser in Polen nicht implantiert werden, da der einzige Spezialist auf diesem Gebiet in den Ruhestand gegangen ist.

Verzweifelt suchten die Eltern Hilfe in Deutschland und fanden sie am Klinikum der Stadt Köln. Hier konnte der Stimulator implantiert werden, die Kosten dafür konnte die Familie allein aber nicht aufbringen. Die Mutter kümmert sich Tag und Nacht um ihr schwer krankes Kind, der Vater verdient als Schreiner gerade soviel, um den Lebensunterhalt finanzieren zu können.

Zum Glück gibt es „Ein Herz für Kinder“, denn die BILD-Hilfsorganisation stellte die notwenigen Mittel bereit. Mit großer Hoffnung fuhr die Familie aus Krakow nach Köln und wurde nicht enttäuscht. Die OP war erfolgreich, Malgorzata kann inzwischen selbstständig laufen, sprechen und essen. Der sehnlichste Wunsch der Familie hat sich erfüllt: Malgorzata Leiden konnten nach so langer Zeit gelindert werden.

„Ein Herz für Kinder“

BILD hilft e.V. „Ein Herz für Kinder“
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