Not-OP rettet Mansura (1)

Schon zum zweiten Mal konnte Mansura (1) in letzter Sekunde gerettet werden. Das kleine Mädchen kam in Usbekistan mit einer schweren Schädigung der Leber zur Welt.

Nargiza (29): „Ich war so glücklich, als meine zweite Tochter zur Welt kam und die Ärzte sagten, das sie ganz gesund ist.“ Doch schon vier Tage später wurde das Glück von großer Sorge überschattet, denn die Ärzte stellten fest, dass sich die Blutwerte des Babys rapide verschlechtert hatten. Eingehende Untersuchungen führten zur Diagnose biliäre Atresie. Diese schwere Erkrankung der Leber konnte in Usbekistan nicht weiter behandelt werden, denn die Ärzte hier verfügen weder über die Erfahrung noch über die technischen Möglichkeiten zur Behandlung dieser lebensbedrohlichen Leberschädigung. Sie machten der Mutter kaum Hoffnung, das Mansura überleben würde. Nargiza: „Sie sagten mir, dass meine Tochter in wenigen Wochen sterben wird.“

In größter Verzweiflung wandten sich die Eltern an Spezialisten in Moskau. Notfallmäßig wurde das Baby im Mai 2012 in Russland operiert, doch ohne großen Erfolg. In den folgenden Wochen verschlechterte sich Mansuras Gesundheitszustand weiter dramatisch, die Leber drohte zu versagen.

Die letzte Chance: Eine Lebertransplantation, die jedoch nicht in Russland durchgeführt werden konnte. Auf Empfehlung wandten sich die Eltern deshalb an die Universitätsklinik Saint-Luc in Belgien, die auf diese Eingriffe spezialisiert ist. Die Eltern verkauften alles, was sie besaßen, liehen sich Geld bei Freunden und Verwandten und nahmen eine Kredit auf. So gelang es ihnen die Kosten für den Eingriff zu decken. Im Dezember 2012 wurde Mansura transplantiert, ihre Mutter spendete einen Teil ihrer Leber. Die OP verlief erfolgreich, Mansura konnte bereits nach wenigen Wochen wieder entlassen werden.

Mitte Februar musste das tapfere Mädchen erneut zu einer Kontrolluntersuchung, bei der festgestellt wurde, dass sich die Blutwerte dramatisch verschlechtert hatten. Grund: eine Verengung in einem der Blutgefäße der Leber. Lebensgefahr.

Die belgischen Ärzte entschieden sich für eine sofortige Operation, denn die Gefahr, dass die neue Leber wieder geschädigt werden würde, war zu groß. Da die Eltern in der Kürze der Zeit nicht in der Lage waren, die Kosten für den erneuten Eingriff aufzubringen, bezahlte „Ein Herz für Kinder“ die Operation. Inzwischen geht es dem kleinen Mädchen wieder richtig gut und die Ärzte hoffen, dass es nun zu keinen weiteren Komplikationen kommt.

„Ein Herz für Kinder“

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