Eingriff in letzter Minute

Drama um Marta! Alles schien so hoffnungsvoll. Doch jetzt ist der Krebs im Kopf des polnischen Mädchens zurück!

Seit mehr als 10 Jahren kämpft die inzwischen 18jährige gegen den Stammhirnkrebs. 1996 wurde das Mädchen das erste Mal in Polen operiert. Erfolglos.

Zahllose Therapieversuche folgten bis der Hilferuf „Ein Herz für Kinder“ erreichte. Die Familie brauchte dringend 65 000 Euro, um Marta bei einem amerikanischen Spezialisten operieren lassen zu können. Sie verkauften das Auto und liehen sich Geld – doch mehr als 12.000 Euro konnten sie nicht aufbringen. Nach einem Bericht in der BILD-Zeitung und einem Aufruf von „Ein Herz für Kinder“ kam schließlich genügend Geld für die lebensrettende Operation und die anschließenden Reha-Maßnahmen zusammen.

Im Jahr 2001 operierte Prof. Patrick Kelly vom New York University Hospital der damals 13-jährigen Polin aus Ujazd einen Tumor aus dem Kopf. „Der Krebs wuchs wie ein Pilz“, erklärte Kelly nach dem Eingriff. „Hätten wir jetzt nicht operiert, wäre Marta bald ins Koma gefallen und gestorben.“

Tränen der Erleichterung nach der Operation: Als Prof. Kelly nach neun Stunden aus dem Operationssaal kam, umarmte er Martas Mutter Lucyna, ihren Vater Dariusz und die kleine Schwester Patrycja. „Sie wird es schaffen“, versprach der Arzt. Keiner konnte in diesem Moment die Freudentränen zurückhalten.

Nach der Operation musste Marta Sprach- und Bewegungstherapien zum Training der rechten Körperseite über sich ergehen lassen. Erst in Amerika, dann in Deutschland. Ihr Heimweh wuchs von Tag zu Tag. 2003 ging es wieder zur Nachsorge zurück nach New York. Erst ein Jahr später konnte sie zu ihrer Familie nach Polen zurückkehren.

Bei einer Routine-Kontrolle im September 2008 wurde festgestellt, dass der Tumor wieder nachgewachsen ist. Eine Schock-Nachricht für das tapfere Mädchen, das gerade begonnen hatte, zu studieren und so glücklich war.

Resigniert sagt die Mutter: „Auf einmal ist der Zauber weg. Martas Welt und alles, was sie bisher erreicht hat, steht in Frage. Alle Operationen und Reha-Maßnahmen, die gemacht wurden, haben keine Bedeutung mehr und keinen Sinn.“

Ihre einzige Rettung ist eine erneute Operation bei Professor Kelly in New York. Ohne den Eingriff und eine anschließende Chemotherapie ist Marta dem Tod geweiht.

„Ein Herz für Kinder“ lässt Marta in ihrer Not nicht allein und unterstützt die Familie erneut, um die lebensrettende OP zu ermöglichen. Alle, die ihr bisher geholfen haben und die Familie beten, dass Marta diesmal den Kampf gegen den heimtückischen Krebs gewinnen wird.

„Ein Herz für Kinder“

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