Chance auf ein neues Leben

Himmelblaue Augen, blonde Stoppelhaare, ein keckes Lächeln – dem kleinem Mateuszek (2) ist auf den ersten Blick nicht anzusehen, was für ein Leidensweg bereits hinter ihm liegt. Der Junge wurde in Polen mit nur einer Herzhälfte geboren, musste seitdem mehrfach ums Überleben kämpfen.

Noch vor wenigen Jahren war eine solche Diagnose in den meisten Fällen ein Todesurteil, doch durch die großen Fortschritte in der Kinderherzchirurgie haben die kleinen Patienten heutzutage bei schneller und sachkundiger Versorgung gute Überlebenschancen.

Schon an seinem 18. Lebenstag musste der kleine Mateuszek in Krakow operiert werden, zwei Monate später erfolgte der nächste Eingriff, der eigentlich sein Herz wieder gesund machen sollte. Doch dabei kam es zu schlimmen Komplikationen. Bei der OP wurde das Zwerchfell des Jungen verletzt, in der Folge bekam er auch noch einen Lungenentzündung, die den herzkranken Jungen zusätzlich schwer schwächte.

Agnieszka (31) und Grzegorz (31), die Eltern des Jungen, wachten Tag und Nacht an seinem Krankenhausbett. Die Mutter erzählt: „Oft traten uns die Tränen in die Augen, als man all die Geräte und Kabel rund um ihn sah. Wir gaben aber unseren Kampf nicht auf, obwohl uns die Ärzte sagten, dass Mateuszek es nicht übersteht und das nicht überlebt. Diese Worte haben uns für den Moment niedergedrückt, aber das Lächeln unseres Sohnes gab uns sehr schnell neue Kräfte und den Glauben daran, dass es besser wird.“

Die Eltern sind bereit alles zu tun, um ihrem Sohn die Chance auf ein gesundes Lebens zu ermöglichen. Dafür ist eine dritte und letzte Operation notwendig, die in Polen aber erst in ein bis zwei Jahren durchgeführt werden kann. In dem Krakower Krankenhaus, wo Mateuszek bisher behandelt wurde, sind die Warteliste extrem lang, weil es einfach zu wenig Plätze auf der Intensivstation gibt.

Soviel Zeit aber bleibt Mateuszek nicht mehr, denn er hat von Tag zu Tag weniger Kräfte und wird immer schneller müde. Agnieszka: „Es reicht, dass Mateuszek ein paar Meter spaziert und man hört ihn schnaufen und keuchen. Er will gleich, dass man ihn trägt. Zu Hause kann er nur Dinge machen, die ihn nicht anstrengen wie Puzzle, Bücher anschauen und zeichnen.“

Die Eltern haben sich deshalb entschlossen, Mateuszek in München bei Professor Malec operieren zu lassen. Einen Großteil der anfallenden Behandlungskosten konnten die Eltern selbst erbringen, den Rest steuerte „Ein Herz für Kinder“ bei, damit der Junge so schnell wie möglich operiert werden kann.

Die Mutter glücklich: „Trotz aller Leiden und Schwierigkeiten hat Mateuszek uns und den Ärzten bewiesen, wie stark sein Lebenswille ist. Wir können uns ein Leben ohne ihn nicht vorstellen und sind dankbar, dass unser Sohn jetzt endlich die Chance auf ein neues Leben hat.“

„Ein Herz für Kinder“

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