Medizinische Geräte für Kinderklinik

Leid, Elend, Schrecken und Not sind in Syrien täglich vereint. Nach wie vor gibt es keine politische Lösung für den Konflikt in Syrien, das Kriegsgeschehen wird zusätzlich durch die unterschiedlichen Nebenkonflikte befeuert. So steigt die Zahl der Toten und Verletzten auch im fünften Jahr nach Kriegsbeginn weiter an.

Seit Ausbruch des Krieges im März 2011 verloren 200 000 Menschen ihr Leben, über eine Millionen wurden verletzt.  Im April 2015 sind laut OCHA Angaben über 12,2 Millionen Menschen durch den Syrienkonflikt auf humanitäre Hilfe angewiesen, davon sind 4 Millionen Flüchtlinge in den benachbarten Ländern und 7,6 Millionen intern Vertriebene.

Nur noch 40 Prozent der vor dem Krieg existierenden Gesundheitsinfrastruktur in Syrien ist funktional (Foto: Privat)
Nur noch 40 Prozent der vor dem Krieg existierenden Gesundheitsinfrastruktur in Syrien ist funktional (Foto: Privat)

Die andauernden Angriffe auf die Bevölkerung und die fortschreitende Zerstörung der Infrastruktur sowie die ständige Verschiebung der Konfliktlinien, bestimmen das Alltagsgeschehen innerhalb Syriens und verhindern die umfassende Versorgung der Menschen mit humanitärer Hilfe im ganzen Land.

Nur noch 40 Prozent der vor dem Krieg existierenden Gesundheitsinfrastruktur in Syrien ist funktional, 30 Prozent aller Schulen sind zerstört.

Vor der Syrienkrise gab es in der Stadt Aleppo ein öffentliches Kinderkrankenhaus, das jedoch im Zuge des Bürgerkrieges komplett zerstört wurde. Die katastrophale medizinische Versorgungssituation der kriegsbetroffenen Kinder in dieser Region hat den Gesamtgesundheitszustand dramatisch verschlechtert.

Das Kinderkrankenhaus, das in Aleppo zerstört wurde, ist nun einen einen sicheren Ort verlegt worden, hier können die kleinen Patienten behandelt werden (Foto: Privat)
Das Kinderkrankenhaus, das in Aleppo zerstört wurde, ist nun einen einen sicheren Ort verlegt worden, hier können die kleinen Patienten behandelt werden (Foto: Privat)

Um die medizinische Versorgung der Menschen in Aleppo zu verbessern, hat die Organisation Malteser International zusammen mit einer einheimischen NGO begonnen, das Kinderkrankenhaus wieder Instand zu setzen – es wurde an einen sichereren Ort in der Stadt Aleppo verlegt. Seitdem kann der Krankenhausbetrieb  aufrechterhalten werden.

Für bessere Behandlungsmöglichkeiten benötigt die Klinik allerdings dringend medizinische Geräte – wie z.B. ein Monitor für die Intensivstation, ein Laryngoskop Set, einen Generator für medizinischen Sauerstoff, ein Beatmungsgerät,  Phototherapiegeräte, Wärmebetten und ein tragbares Röntgengerät.

„Ein Herz für Kinder“ erklärte sich bereit, sich an den Kosten für die Anschaffung der medizinischen Geräte zu beteiligen, sodass sich in Kürze die pädiatrische Versorgung in der Kinderklinik Aleppo verbessern wird.

 

„Ein Herz für Kinder“

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