Medizinische Geräte für OP’s

Ungefähr jedes 500. Kind wird weltweit mit einer Spaltbildung geboren. Im zentralasiatischen Tadschikistan gab es bisher keine umfassende Hilfe für diese Kinder.

Das Gesundheitssystem des Landes, das an Usbekistan, Kirgistan, China und Afghanistan grenzt. ist geprägt von unzureichender fachlicher Kompetenz, mangelhafter medizinischer Ausstattung sowie einem schwerem Zugang zu medizinischer Versorgung für arme Bevölkerungsschichten.

Die Organisation „Human Plus“ unterstützt in der tadschikischen Hauptstadt Duschanbe das Projekt „TajikAID“ am Karabolo-Hospital: Es soll Patienten mit den Lippen-Kiefer-Gaumenspalten eine umfassenden Hilfe bieten. Im Zeitraum 2009-2014 wurden bei insgesamt 11 spendenfinanzierten humanitären Hilfseinsätzen bereits über 850 Patienten operiert. Hierbei wurden Ärzte ausgebildet und der Aufbau des Behandlungszentrums (Spaltzentrum) vorbereitet.

Regelrechte Behandlungspfade gibt es bisher nicht, so sind zahlreiche Patienten gar nicht oder unterversorgt. Aufgrund des Erscheinungsbildes sind die Kinder stigmatisiert, sie werden ausgegrenzt, oft in Heimen abgegeben und führen ein Leben am Rande der Gesellschaft. Durch die Erkrankung können die Kinder insbesondere im ersten Lebensjahr schlecht Nahrung aufnehmen, es bestehen wesentliche Defizite beim Essen, Trinken und Spracherwerb.

Mit Unterstützung von „Ein Herz für Kinder“ konnte u.a. ein neues Narkosegerät für den OP angeschafft werden (Foto: Privat)
Mit Unterstützung von „Ein Herz für Kinder“ konnte u.a. ein neues Narkosegerät für den OP angeschafft werden (Foto: Privat)

Mit dem Aufbau eines landesweit tätigen Spaltzentrums soll jedes geborene Kind eine Chance im Leben erhalten. Im November 2014 wurde mit finanzieller Unterstützung von „Sternstunden“ die kieferchirurgische Station für Kinder im Karabolo-Hospital, das Spaltzentrum, renoviert.

Neben der Einbindung weiterer Fachdisziplinen (Kieferorthopädie, Logopädie und HNO) sind noch wichtige Geräte erforderlich, um Narkosen sicher zu machen. Die Rahmenbedingungen sind noch unzureichend. Ein sicheres Operieren ohne mitgebrachte Mittel ist nicht möglich, ohne die Patienten zu gefährden. Defizite: Mangelnde Hygiene, immer wieder abbrechende Sauerstoffversorgung, keine Infektionsprävention, kaum Einwegmaterial.

Diese Versorgungslücke kann nun geschlossen werden, denn „Ein Herz für Kinder“ erklärte sich bereit, das Spaltzentrum zu unterstützen. So konnten ein Narkosegerät, OP-Verbrauchsmaterialien, ein Sterillium, Flüssigseife, Spender zur Handdesinfektion, Heiz- und Klimageräte für den OP und eine Laborausrüstung angeschafft werden.

„Ein Herz für Kinder“

BILD hilft e.V. „Ein Herz für Kinder“
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