Melissa (3) mit einem neuen Herzen aus der Klinik

Bei diesem Anblick steigen Freudentränen auf. Mit einem rosafarbenen Tretroller fährt die kleine Melissa lachend in ihr neues Leben. Endlich!

489 Tage hatte das Leben des Mädchens an einer 70 Kilo schweren Maschine gehangen, an einem riesigen Kunstherzen. Nach insgesamt 565 Kliniktagen kehrt das Herzmädchen nun zu seiner Familie nach Mönchengladbach (NRW) zurück.

An Melissas Schicksal hatte ganz Deutschland Anteil genommen, ihre Geschichte bewegte in der „Ein Herz für Kinder“- Gala Millionen TV-Zuschauer.

Das tapfere Mädchen wurde 2009 wegen einer Herzmuskel-Entzündung in die Klinik eingeliefert, bekam erst vor drei Monaten ein Spenderorgan.

Der Abschied von den Ärzten und Schwestern fiel ihr gestern sehr schwer. „Wir mussten ihr versprechen, dass sie alle zwei Wochen zur Kontrolle wiederkommt“, sagt Mama Jessica (18).

Melissas Leben mit dem neuen Herzen ist für die Familie eine Herausforderung. Melissas Mutter: „Die schlimmste Gefahr ist, dass sie eine Infektion bekommt.“ Deshalb muss ihr Mädchen einen Mundschutz und viele Verbote ertragen: Sie darf nicht in den Garten zum Spielen, nur gekochte Lebensmittel essen und sogar Familienkater „Tiger“ musste umziehen.

Die Großeltern haben das Haus gestrichen, alle Pflanzen und Gardinen mussten raus. Oma Ursula Feldbusch (45) ist optimistisch: „Wir sind eine fröhliche Familie. Auch das werden wir schaffen.“

In ein paar Jahren wird Melissa in die Schule gehen, ein normales Leben führen können. Nur ihre täglichen Medikamente werden sie dann noch an die 565 Tage in der Klinik erinnern…

„Ein Herz für Kinder“

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