Manchmal sind die Ärzte machtlos

Vielen Kindern konnte „Ein Herz für Kinder“ schon helfen, ihnen wichtige Behandlungen oder Operationen bezahlen. Meist mit einem Happy End. Doch manchmal sind die Ärzte machtlos. Ein Kind stirbt. Keiner kann den Eltern dann den Schmerz nehmen – aber sie unterstützen. „Ein Herz für Kinder“ kümmert sich um die Familien „seiner“ Kinder. Auch die Eltern des kleinen Michael (5, gestorben im April 2007) ließ der Verein nicht allein. 

Er dachte, er hat nur Husten. Dabei war es ein faustgroßer Tumor, der auf seine Lunge drückte…

Der kleine Michael (5) aus der Ukraine wusste nicht, wie krank er ist. Die Ärzte in seiner Heimat hatten ihn schon aufgegeben. „Ich bringe es nicht übers Herz, es ihm zu sagen“, gestand seine Mutter Alica Tschismar (25).

„Ein Herz für Kinder“ holte Michael nach Deutschland. Im Berliner Helios Klinikum Buch bekam er eine zweite Chance. Der Leiter der Kinderklinik, Prof. Lothar Schweigerer (53) sagte damals: „Er hat gute Chancen, wieder gesund zu werden.“

Es sah alles so gut für ihn aus! Auf dem Krankenbett der Kinderklinik lachte Michael quietschvergnügt, spielte mit seinem Stofftier. Aber kurz darauf verschlechterte sich sein Zustand dramatisch. Aus dem Husten wurden Atembeschwerden. Krankenhaus-Sprecher Hermann Müller (56): „Er drohte zu ersticken. Wir mussten operieren.“

Der bösartige Tumor hatte bereits seine ganze rechte Brust befallen, quetschte Lunge und Herz ein. Der angesehene Kinderchirurg Professor Klaus Schaarschmidt (52) führte den riskanten Eingriff selbst durch.

Doch während der OP kam es zu Komplikationen. Michaels Herz blieb stehen. Die Ärzte versuchten, ihn wiederzubeleben. Vergeblich. Müller: „Vermutlich war das Organ durch die Chemotherapie in der Ukraine bereits vorgeschädigt.“

„Ein Herz für Kinder“ ließ die Eltern nicht allein und nahm ihnen zumindest die finanziellen Sorgen. Der Verein sorgte für die Überführung in die Ukraine und kümmerte sich um die Beerdigung.

„Ein Herz für Kinder“

BILD hilft e.V. „Ein Herz für Kinder“
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