Munthader: Schlimmer Krebs-Rückfall

Es ist so bitter! Über ein Jahr kämpfte Munthader (6) ums Überleben! Der Junge aus dem Irak litt an akuter myeloischer Leukämie (AML) – eine besonders aggressive und schnell voranschreitende Form des Blutkrebses. Doch jetzt hat er den Kampf gegen den Krebs verloren, denn er bekam einen Rückfall und die Mediziner sahen keine Chance mehr ihn zu heilen.

Seine einzige Hoffnung war eine Knochenmarktransplantation. Die Kosten konnten durch die Unterstützung der BILD-Hilfsorganisation „Ein Herz für Kinder“ und viele weitere Spender gedeckt werden. Doch diese kann nun aufgrund des Krebs-Rückfalls nicht mehr durchgeführt werden.

Schon hier ist die Diagnose eine Katastrophe, doch im Irak kommt sie einem Todesurteil gleich. Denn in dem krisengeschüttelten Land ist die medizinische Versorgung mehr als schlecht. Es mangelt an allem – Medikamenten, Geräten, Spezialisten.

Als die Ärzte bei Munthader die Leukämie feststellten, bekam er sofort eine Chemotherapie. Doch der Krebs ließ sich damit nicht bezwingen. Immer wieder bildeten sich neue bösartige Zellen, die den Jungen mehr und mehr schwächten.

Das einst so fußballbegeisterte Kind mit den dunklen Augen und dem kecken Lächeln war nicht mehr wieder zu erkennen. Sein kleiner Körper war abgemagert und ausgezehrt, aus seinem Gesicht schrien Angst und Verzweiflung: BITTE LASST MICH NICHT STERBEN!

In Hannover kämpften die besten Spezialisten seit gut einem halben Jahr um Munthaders Leben. Er wurde wieder mit einer Chemotherapie gemäß des AML-Rezidiv-Protokolls behandelt. Ohne Erfolg – in seinem Knochenmark breiteten sich die Leukämiezellen unaufhaltsam aus.

Die Krebsspezialisten entschlossen sich eine neuartige Antikörpertherapie einzusetzen, die gezielt die Leukämiezellen angreift. Und endlich gab es gute Nachrichten: Bereits nach der ersten Gabe des Medikaments ließen sich keinerlei Leukämiezellen mehr nachweisen.

Doch dann der Rückfall!

DER WETTLAUF MIT DER ZEIT IST VERLOREN!

Die Mediziner mussten den tapferen Jungen zurück in seine Heimat Bagdad fliegen lassen, damit er seine letzten Tage zusammen mit seiner Familie verbringen konnte. Dort schlief er friedlich ein, der Tod erlöste ihn von seinen lagen Leiden.

„Ein Herz für Kinder“

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