Säufer fuhr Mutter von vier Kindern tot

Neujahrsmorgen 2007: Als andere feierten, wurde in Sondershausen das Glück einer Familie zerstört.

EIN FEIGER SÄUFER LÖSCHTE DAS LEBEN EINER VIERFACHEN MUTTER AUS.

Marko K. wurde (32) im Amtsgericht Nordhausen der Prozess gemacht. Er hatte mit Freunden Silvester gefeiert. „Ein Bier, so sechs bis zehn Korn und Sekt hatte ich intus“, gibt der Automatenbediener zu. „Sonst trinke ich kaum was.“

Trotzdem findet er mit 1,9 Promille den Weg zum Taxi. Aber er steigt nicht wie seine Freunde ein, will stattdessen im eigenen Wagen durch Sondershausen nach Hause fahren.
Um 2.20 Uhr die Tragödie: Der betrunkene Mann verliert die Kontrolle über seinen Golf, erfasst auf dem Gehweg Ulrike K. (42). Sie wird 30 Meter durch die Luft geschleudert, bleibt in einer Blutlache liegen. Die Frau stirbt im Krankenhaus. Der Unfallfahrer flüchtet, später nehmen ihn Polizisten in seiner Wohnung fest. „Ich kann mich an den Unfall nicht erinnern“, sagt er jetzt. Doch im März entschuldigte er sich in einem Brief an die Familie seines Opfers.

FÜR DIE MUTTER DER GETÖTETEN EINE FARCE.

Waltraud H. (68): „Warum erst nach drei Monaten? Die Reue ist nicht echt.“ Sie weint um ihre Tochter: „Ulrike war ein guter Mensch. Sie war ihren Kindern Mutter und Freundin zugleich.“

Waltraud H. kämpft um das Sorgerecht für die jüngsten Enkel Pascal (15) und Marvin (11). Sie lebt mit ihnen getrennt von ihrem Mann, mit dem sie seit 50 Jahren verheiratet ist. Waltraud H.: „Er hat die Belastung nicht mehr ausgehalten. Aber die Kinder sollen doch nicht in eine Pflegefamilie.“

Sie hofft, dass der Todesfahrer ins Gefängnis kommt: „Alles andere würden wir nicht verstehen.“

„Ein Herz für Kinder“

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