Wo Frühchen um ihr Leben kämpfen

Frühchen oder Neugeborene haben in Eritrea, einem der ärmsten Länder der Welt, schlechte Chancen gesund oder normal aufzuwachsen. Die hygienischen Bedingungen sind katastrophal, die medizinischen Möglichkeiten begrenzt.

Um die Lebenschancen der Frühgeborenen zu erhöhen, hat das Hammer-Forum 2003 im Orotta-Hospital in Asmara eine Neonatologie eingerichtet, in der die Babys nun bestens versorgt werden können.

Dabei wird nicht unbedingt auf High-Tech-Medizin gesetzt, sondern vielmehr auf praktische und theoretische Hilfe wie z.B. eine qualifizierte Schulung und Weiterbildung des einheimischen Personals sowie einer kontinuierlichen Versorgung mit Medikamenten und anderem medizinischen Material.

Um das zu gewährleisten, besuchen deutsche Ärzteteams und Krankenschwestern zwei Mal im Jahr die Neonatologie in Asmara. Hier untersuchen und behandeln sie die kleinen Patienten, leiten dabei gleichzeitig das eritreische Medizinpersonal an, damit diese in der Lage sind, die Kinder auch dann zu behandeln, wenn die deutschen Kollegen nicht vor Ort sind.

Video: Kindersterblichkeit in Eritrea

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Der Erfolg ist beeindruckend: Die Säuglingssterblichkeit liegt jetzt nur noch bei 5 Prozent – bevor es die Station gab, starben 95 Prozent der Frühgeborenen.

Auch „Ein Herz für Kinder“ unterstützt die Neonatologie von Asmara, die inzwischen vom Verein „Archemed“ als Projekt betreut wird. Die BILD-Hilfsorganisation sorgte dafür, dass zwei neue Phototherapielampen angeschafft werden konnten, die dringend ersetzt werden mussten, da die alten Geräte kaputt gegangen waren.

Die Phototherapie wird bei Frühchen eingesetzt, die an der Neugeborenen-Gelbsucht leiden – ausgelöst durch zuviel Bilirubin. Mit Hilfe des speziellen Lichts kann der Körper der Neugeborenen das Bilirubin wieder abbauen.

„Ein Herz für Kinder“

BILD hilft e.V. „Ein Herz für Kinder“
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