Neue Küche für die „Kochlöffelbande“

Der AWO Sozialdienst Altmark in Gardelegen engagiert sich unter anderem intensiv in der  Kinder- und Jugendhilfe und besteht seit 20 Jahren. Die Betreuung der Kinder dort ist eine Auflage des Jugendamts an die Eltern, damit sie das Sorgerecht zu behalten können.

Es ist eine zeitlich begrenzte Maßnahme über einen Zeitraum von rund zwei Jahren, mit dem Ziel in Zusammenarbeit mit der Familie Verhaltensauffälligkeiten der Kinder, Erziehungschwierigkeiten der Eltern oder Schulproblemen entgegen zu wirken, sowie neue Perspektiven zu entwickeln. Derzeit werden rund 10 Kinder von 6-14 Jahren nach der Schule betreut.

Durch die Förderung des Kindes sowie Beratung und Begleitung der Eltern soll der Verbleib des Kindes in der Familie gesichert werden. Die Kinder kommen aus benachteiligten Familien mit belasteten familiären Beziehungen (Arbeitslosigkeit, Krankheit, Trennungen, Alleinerziehende, Eltern mit Behinderungen) und sind überwiegend Förderschüler mit großen Schwierigkeiten im Sozial und Lernverhalten. Die Arbeit mit ihnen ist entsprechend betreuungsintensiv. Die Eltern benötigen praktisch angelegte und niederschwellige Angebote, um den Altlag mit ihren Kindern zu verbessern.

Zur Stärkung gibt's einen frischen, selbstzubereiteten Shake (Foto: Privat)
Zur Stärkung gibt’s einen frischen, selbstzubereiteten Shake (Foto: Privat)

Es hat sich gezeigt, dass viele Belastungen durch ungesunde Ernährung kompensiert oder hervorgerufen werden. Die Hälfte der Kinder ist leicht bis stark übergewichtig. Deshalb hat der Sozialdienst eine Lern- und Mitmachküche eingerichtet, durch die die Eltern und Kinder ein gemeinsames Verständnis für gesunde Ernährung entwickeln sollen, um dieses zu Hause umzusetzen. Nach einer Ernährungsberatung durch eine Fachkraft sollen Erzieher mit Kinder und Eltern das Gelernte umsetzen.

Zwar wird das Mittagessen geliefert, die Küche wird aber täglich für die Vespermahlzeit der Gruppe benötigt, die diese gemeinsam zubereitet. Jeden Dienstag findet das Kochangebot „Die Kochlöffelbande“ statt. Das Familienprojekt ist kostenfrei und findet 1 monatlich mit den 10 Kindern der Tagesgruppe, 6 Geschwisterkindern und den Eltern gemeinsam statt.

Die bereits vorhandene Küche ist jedoch bereits 20 Jahre alt und die Geräte sind kaputt. Zudem erfüllt die Küche schon lange nicht mehr die Hygienevorschriften. Die finanziellen Mittel des Sozialdienstes reichten nicht aus, um eine neue Küche zu kaufen. Deshalb erklärte sich „Ein Herz für Kinder“ bereit, das Projekt zu unterstützen. Inzwischen konnten neue Küchenmöbel und Küchengeräte für die Lern- und Mitmachküche gekauft werden, sodass das Angebot für Kindern und Eltern fortgeführt werden kann.

„Ein Herz für Kinder“

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