Neue Tagesstätte für benachteiligte Kinder

Seit Gründung der Ordensgemeinschaft vor 150 Jahren setzen sich die Salesianer Don Boscos weltweit für benachteiligte Kinder und Jugendliche ein und zeigen mit schulischer Bildung und beruflicher Ausbildung einen Weg aus Armut und Abhängigkeit auf.

Kambodscha leidet heute noch unter den Folgen der Schreckensherrschaft der Roten Khmer und dem jahrzehntelangen Bürgerkrieg. Fast 3 Millionen Menschen wurden getötet oder vertrieben. Kambodscha zählt zu den am wenigsten entwickelten Ländern der Welt. Die Hälfte aller Kinder ist chronisch unterernährt. Die Gesundheitsversorgung vor allem auf dem Land sehr schlecht, die Kindersterblichkeit hoch.

Der Rohbau steht bereits (Foto: Privat)
Der Rohbau steht bereits (Foto: Privat)

Auch das Bildungswesen ist stark unterentwickelt, die Analphabeten-Rate liegt bei 26 Prozent. Die staatlichen Schulen sind überfüllt, es fehlt an Lehrern und Fachkräften.

Kinderarbeit ist weit verbreitet: eine große Anzahl arbeitet als Lastenträger, Müllsammler, in der Landwirtschaft oder Fabriken. Viele der Kinder werden Opfer von Sextourismus, Kinderhandel oder Kinderprostitution, die unter mafiösen Strukturen stattfindet.

Auf dem Gelände der Schule soll der neue Kindergarten entstehen (Foto: Privat)
Auf dem Gelände der Schule soll der neue Kindergarten entstehen (Foto: Privat)

Die Salesianer Don Boscos engagieren sich seit Anfang 1990 in Kambodscha. Heute betreiben sie landesweit an sechs Standorten Grundschulen, weiterführende Schulen und Berufsbildungszentren. Jährlich profitieren rund 4500 Kinder davon. Sie erhalten Stipendien, Schuluniformen, Bücher und Schulmaterial. Ihre Familien werden mit Lebensmitteln und Hygienepaketen unterstützt, um den Ausfall der Kinder als Arbeitskraft auszugleichen.

Das neueste Projekt der Organisation: Die Errichtung einer Kindertagesstätte in Andaung Chenh.

Die Wohnverhältnisse in Andaung Chenh, dem Vorort der zweitgrößten Stadt im Nordosten des Landes sind prekär. Die Großfamilien leben auf engsten Raum oft in Hütten. Es gibt kaum fließendes Wasser oder sauberes Trinkwasser. Da die Eltern keine Schule besucht haben, schicken sie die Kinder ebenfalls nicht zur Schule. Sie werden als Arbeitskraft innerhalb der Familien benötigt. Schon Kleinkinder helfen bei der Arbeit mit.

Auf dem Gelände der Salesianer gibt es bereits eine Grund- und weiterführende Schule. Da es im ganzen Ort keinen Kindergarten gibt, soll dort einer entstehen der 180 Kindern aus benachteiligten Familien eine kindgerechte Förderung gibt, sie auf die Grundschule vorbereitet und Schutz vor Kinderarbeit und Ausbeutung bietet.

Die Eltern können arbeiten gehen, da die Betreuung der Kleinen gewährleistet ist und auch die älteren Geschwister können zur Schule gehen, weil sie nicht auf die Kleine aufpassen müssen.

Das zweistöckige Gebäude soll barrierefrei sein, um auch Kindern oder Begleitpersonen im Rollstuhl Zugang zu ermöglichen. Die Kinder werden täglich mit einem Snack und einer warmen Mahlzeit versorgt. Die Speisen werden in der benachbarten Schule zubereitet, sodass keine Küche erforderlich ist.

Die Eigenmittel des Vereins reichten nicht komplett aus, deshalb erklärte sich „Ein Herz für Kinder“ bereit, das Projekt großzügig zu unterstützen, sodass nun die Baumaßnahmen wie geplant umgesetzt werden können.

„Ein Herz für Kinder“

BILD hilft e.V. „Ein Herz für Kinder“
Spendenkonto 067 67 67
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