Neue Vorschule für Aids-Waisen

Rund 2 Millionen Kinder sind durch die HIV Epidemie verwaist, es gibt rund 79 000 kindgeführte Haushalte. Das Problem ist so erdrückend, dass das südafrikanische Sozialministerium die Versorgung der Kinder kaum bewältigen kann.

Die Kinder besitzen meist keine Ausweispapiere, so können sie nicht nachweisen, dass sie Waisen sind. Deshalb existieren sie offiziell nicht und können nicht in das Kinder-Wohlfahrts-Programm aufgenommen werden.

Diese Kinder müssen familiäre Verantwortung tragen, haben keine Einkünfte, keinen Zugang zu Sozialdiensten, werden leicht zu Opfern von Missbrauch und Verbrechen.

Im Chill Hub, einem nachschulischen Zentrum, erhalten die Kinder Nachhilfeunterricht (Foto: Privat)
Im Chill Hub, einem nachschulischen Zentrum, erhalten die Kinder Nachhilfeunterricht (Foto: Privat)

Von 100 Kindern, die in den Townships Südafrikas die Grundschule besuchen, brechen 72 die Schule meist in der Sekundarstufe ab, 95 Prozent aller vorzeitigen Schulabgänger sind langfristig arbeitslos.

Die gemeinnützige Organisation Ndlovu Care Group betreibt  derzeit  vier Ernährungsstationen mit eigenen Gemüsegärten an verschiedenen Standorten. Die Kinder werden dort für mindestens 3 Monate aufgenommen und erst aus dem Programm entlassen, wenn sie ein alters- und größengemäßes Gewicht erreicht haben.

Danach können sie zur Früherziehung in der Ndlovu Vorschule aufgenommen werden. Dort werden sie pädagogisch gefördert, sie erhalten Frühstück und Mittagessen.
In dem Chill Hub, einem nachschulischen Zentrum, erhalten sie Nachhilfeunterricht, können IT-Kompetenz erwerben, Sport treiben und eine Bibliothek besuchen. In dem Zielgebiet hat sich die hohe Zahl der Schulabbrecher seither erheblich verringert.

Auf dem Gelände der Schule gibt es auch eine Ernährungsstation (Foto: Privat)
Auf dem Gelände der Schule gibt es auch eine Ernährungsstation (Foto: Privat)

Aufgrund der großen Entfernungen von den Randgebieten zu den bestehenden Einrichtungen ist es oft schwierig zur Ernährungsstation mit Vorschule oder zum Chill Hub zu kommen. Eine Erweiterung der Standorte sowie der Bau neuer Einrichtungen soll so viele Kinder wie möglich zum Schulbesuch veranlassen.

Geplant ist deshalb der Bau von zwei Mini-Campus an zwei Standorten – einer in der Ntwane Region mit Vorschule und einem Chill Hub nahe der bestehenden Ernährungsstation Thabakhubedu, sowie ein weiterer Mini Campus in Bhubezi/Lillydale mit einer Ernährungsstation, Vorschule und Chill Hub.

Da die Kosten nicht allein durch die Organisation getragen werden können, erklärte sich „Ein Herz für Kinder“ bereit, das Vorhaben großzügig zu unterstützen.

„Ein Herz für Kinder“

BILD hilft e.V. „Ein Herz für Kinder“
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