Nikas (†3) hat es nicht geschafft

Manchmal kann man es gar nicht fassen, wie viel Leid ein Kind durchstehen muss. Der kleine Nikas (3) aus Russland wurde mit vier Monaten zu seiner Oma gebracht, weil seine Eltern ihn auf schlimmste Weise vernachlässigten. Und als ob das noch nicht genug wäre, erkrankte er vor einem Jahr auch noch an Krebs.

Die Ursache für Nikas‘ Leiden wurde erst sehr spät gefunden. Wochenlang wurde er wegen einer Blasenentzündung behandelt. Als der Junge vor Schmerzen nur noch weinte, suchte seine Oma Galina ein anderes Krankenhaus in Russland auf, wo die Ärzte endlich die richtige Diagnose stellten. Im Beckenbereich wucherte ein hochgefährliches, lebensbedrohliches Rhabdomyosarkom.

Der Kampf gegen den Tod begann. In Russland konnte Nikas zunächst nur mit einer Chemotherapie behandelt werden, doch durch russische Spendenorganisationen gelang es, den Jungen nach Deutschland zu bringen. Am Uniklinikum Tübingen schafften die Ärzte es mit modernsten Methoden die bösartigen Tumorzellen zu vernichten und er konnte nach wenigen Monaten bereits wieder in seine Heimat zurückkehren.

Galina, die sich auch noch um Nikas‘ Schwester kümmert, schöpfte endlich neuen Mut und hoffte, dass das Schlimmste überstanden sei. Doch das Böse kehrte zurück – schlimmer als zuvor und mit nicht geahnter Wucht! Im Dezember stellten die Ärzte in Russland fest, dass der Krebs erneut ausgebrochen war und dringend mit einer Chemo- und Strahlentherapie behandelt werden musste, die in Russland nicht durchgeführt werden konnte. Hier hätte der sichere Tod auf den Jungen gewartet.

Im Januar wurde Niklas deshalb wieder nach Tübingen gebracht, wo er umgehend wieder von den erfahrenen Medizinern betreut wurde.

Für die nächsten drei Monate war die Oma aber nicht in der Lage die Behandlungskosten zu decken. Ein Abbruch wäre fatal gewesen. Deshalb sagte „Ein Herz für Kinder“ sofort Unterstützung zu, um Nikas die Chance zu geben, den ungerechten Kampf gegen die heimtückische Krankheit zu gewinnen.

Doch alle Bemühungen der Ärzte waren vergebens. Durch ungeahnte Komplikationen war der kleine Körper des Jungen so geschwächt, dass er dem Krebs nichts mehr entgegensetzen konnte. Er starb zu Hause in den Armen seiner Oma. Zurück bleiben die Erinnerungen an einen tapferen Jungen, der alles darum gab, wieder gesund zu werden. Aber der Krebs war stärker.

„Ein Herz für Kinder“

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