Nikita kam taub zur Welt

Staunend und fragend steht der kleine Nikita (1) an einem ukrainischen Strand. Das Rauschen der Wellen, die hinter ihm sanft auf den Sandboden gleiten, das Kreischen der Möwen im Wind – all das kann der kleine Junge nicht hören, denn er kam taub zur Welt.

Für seine Eltern Jana (27) und Konstantin war die Nachricht, dass ihr Sohn nicht hören kann, ein Riesen-Schock. Glaubten sie im ersten Moment ein gesundes Kind in ihre Mitte nehmen zu können, kam schon wenige Stunden später die bittere Erkenntnis, dass sich der sehnlichste Wunsch der jungen Eltern nicht erfüllt hat.

Nachdem die Eltern mit mehreren Spezialisten gesprochen hatten, entschlossen sie sich, ihrem Sohn durch ein Cochlea-Implantat das Gehör zu schenken.

In der Ukraine ist es inzwischen möglich, solche Operationen durchzuführen, allerdings sind die Wartezeiten extrem lang. Im Kampf um das Gehör ihres Sohnes wollten die Eltern aber keine Zeit verlieren, denn nur bis zu einem Alter von zwei Jahren ist gewährleistet, dass die Kinder nach der OP normal sprechen und hören lernen können.

In Israel gibt es am Tel Aviv Medical Center die Möglichkeit, Nikita operieren zu lassen. Allerdings konnten die Kosten für die Behandlung nicht allein von den Eltern getragen werden. Wie gut, dass es „Ein Herz für Kinder“ gibt, denn neben weiteren Privatspendern stellte auch die BILD-Hilfsorganisation Gelder zur Verfügung, die Nikitas Behandlung in Israel nun ermöglichen.

In rund drei Monaten wird Nikita in seine Heimat zurückkehren können und die Welt ganz anders wahrnehmen als bisher. Wenn er dann wieder am Strand spielt kann er endlich die Schönheit der Natur hören – das Schlagen der Wellen und das Kreischen der Möwen.

„Ein Herz für Kinder“

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