Knochenmarkspende rettet Nikita

Nikita (6) – ein fröhlicher, aufgeweckter Junge mit leuchtenden blauen Augen. Das war vor rund einem halben Jahr. Inzwischen hat der kleine Ukrainer eine Glatze, sein Gesichtchen ist aufgedunsen, er ist gezeichnet von seiner schweren Krankheit.

Dennoch hat er sein Lächeln nicht verloren – Nikita  ist ein tapferer kleiner Kerl mit einem großen Kämpferherz!

Als die Ärzte Nikitas Eltern sagten, dass ihr Sohn an der sogenannten Fanconi-Anämie leidet, waren sie vor Angst wie gelähmt.

Eigentlich schien doch alles ganz harmlos: Nikita hatte öfter Infekte, teils mit hohem Fieber und war immer ein bisschen blass und müde. Niemand wäre darauf gekommen, dass gleich eine unheilbare, extrem seltene Erbkrankheit dahinter steckt.

Durch einen Gen-Defekt bildet sich bei der Fanconi-Anämie nach und nach das Knochenmark zurück, die Blutwerte sinken gefährlich ab, das komplette Immunsystem ist geschwächt.

Leider kennt die Forschung noch keine Heilung, aber mit einer Knochenmarktransplantation kann der Krankheitsverlauf verzögert werden.

Mit Hochdruck suchten die Ärzte weltweit nach einem passenden Spender – und er wurde gefunden. Doch die komplizierte Therapie konnte in der Ukraine und in Russland wegen fehlender Möglichkeiten nicht durchgeführt werden.

Die Klinik in Tübingen hat den todkranken Jungen aus Odessa aufgenommen – „Ein Herz für Kinder“ sorgte dafür, dass Nikita die Knochenmarktransplantation bekommen kann.

Inzwischen hat er den Eingriff gut überstanden und das fremde Knochenmark gut angenommen. Es gab keine Komplikationen und auch die weiterführenden Therapien verliefen zur vollsten Zufriedenheit der Ärzte.

„Ein Herz für Kinder“

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