Hilfe für junge Mütter

Das Projekt „Notruf Mirjam“ wurde in 2001 in Hannover als rein kirchlich diakonisches Netzwerk der Hilfe gegründet. Ziel ist es, schwangeren Frauen und Mädchen unter Wahrung ihrer Anonymität unbürokratisch, konkret und kostenlos in Notsituationen beizustehen.

Derzeit ist das Projekt an den Standorten Hannover und in Emden tätig. Das Kernangebot ist der 24 Stunden Notruf der kostenlosen und anonymen Telefonhotline, rund 1000 Notrufe gehen jährlich dort ein.

Im Mittelpunkt stehen Fragen/ Probleme zu Schwangerschaft, Alltags- und Beziehungsproblemen. Rund 25 Frauen werden pro Jahr weiterbegleitet. Viele der betroffenen Frauen haben Angst vor staatlichen Einrichtungen wie Jugendämtern, da sie befürchten, ihr Kind könnte ihnen entzogen werden.

Die jungen Mädchen bzw. Frauen, die sich an den Notruf wenden sind meist alleinerziehend, arbeitslos, ohne Ausbildung und ohne berufliche Perspektive. Viele sind unverschuldet in finanzielle Not geraten.

Gewalt und Unterdrückung sind häufig an der Tagesordnung, sie sind allein und überfordert. Das kann dazu führen, dass Frauen ihre Schwangerschaft verheimlichen und mit Kind in eine scheinbar ausweglose Situation geraten. Auch Wohnungsknappheit und steigende Mietpreise haben oft Wohnungslosigkeit für Frau und Kind zur Folge.

Bei weitergehendem Gesprächsbedarf bietet der Notruf umfassende Beratung an, ob bei Schwangerschaftskonflikten, Partnerproblemen, psychosozialen Belastungen oder finanzieller Not und arbeitet dabei mit Kooperationspartnern wie z.B. örtlichen Jugendhilfeträger und anderen sozialen Einrichtungen zusammen.

So kann bei Bedarf beispielsweise eine Kur vermittelt oder für Teenagermütter und ihre Kinder kurzfristig eine Unterbringung in Mutter-Kind-Wohngruppen gestellt werden.

Schwangere, die ihr Kind zur Adoption geben möchten werden zu einer Adoptionsvermittlungsstelle weitergeleitet. Als letzten Ausweg bietet der Notruf das Babykörbchen auf dem Gelände des Diakoniekrankenhauses Friederikenstift in Hannover an.

Präventiv wendet sich der Notruf auch mit Informationen zum Thema Schwangerschaft an junge Erwachsene in Schulen und Jugendgruppen.

Täglich stehen an den Standorten zwischen 18-25 ehrenamtlich tätigen Frauen zur Verfügung, damit die Hotline rund um die Uhr besetzt ist. Auch arbeitet das Projekt eng mit Familienhebammen zusammen.

Ein vergleichbares Angebot besteht andernorts vielfach nicht. Der Bedarf das Projekt weiter auszubauen ist deshalb groß. „Ein Herz für Kinder“ erklärte sich deshalb bereit, das Projekt zu unterstützen, damit ein weiterer Standort in Niedersachsen eröffnet werden kann und so mehr junge Mütter von der Hilfe profitieren.

„Ein Herz für Kinder“

BILD hilft e.V. „Ein Herz für Kinder“
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