Osamah hatte keine Chance gegen den Krebs

Alles begann mit einem harmlosen Sturz: Osamah (9) tobte mit seinen Freunde, fiel dabei unglücklich auf den Rücken und brach sich den Zeh an seinem linken Fuß.

Es dauerte einige Wochen bis der Bruch verheilt war, doch der Junge aus dem Jemen klagte immer wieder über Schmerzen in seinen Beinen und dem Knie.

Ein Orthopäde in Aden stellte fest, dass der Junge eine Knochenentzündung hatte, verordnete Medikamente und zwei Wochen Bettruhe. Doch alles half nicht. Die Schmerzen wurden immer schlimmer, der Zustand von Osamah verschlechterte sich Woche um Woche. Stundenlang weinte der sonst so fröhliche Schüler, weil ihm alles weh tat, er kaum noch stehen und laufen konnte.

Die verzweifelten Eltern fuhren mit ihrem Sohn nach Jordanien, in der Hoffnung, dass die Ärzte dort die Ursache für Osamahs Schmerzen finden würden. Was sie fanden, kam einer Hiobsbotschaft gleich.

Osamah hat Krebs – ein Lymphom im Bereich des Spinalkanals, das auf die Nerven drückte.

Sofort wurde eine Chemotherapie eingeleitet, der Junge wurde mehrmals operiert – doch leider hatte die gesamte Behandlung keinen Erfolg – der Krebs hatte bereits mehrfach gestreut.

Die Ärzte in Jordanien waren machtlos gegen die heimtückische Krankheit – auch weil moderne Behandlungsmethoden in dem Land nicht durchgeführt werden konnten.

Die Eltern sammelten ihr letztes Geld zusammen und brachten ihr Kind nach Berlin an das Helios-Klinikum in Berlin – ihre letzte Hoffnung auf Rettung, die es nicht gab.

Osamah bekam zwar durch finanzielle Unterstützung von „Ein Herz für Kinder“ eine Hochdosis-Chemotherapie, doch sein Körper war durch den Krebs viel zu geschwächt. Er bekam eine Infektion, die letztlich zu einem Organversagen führte. Die Eltern nahmen ihren toten Sohn mit nach Hause, um ihn in seiner Heimat zu Grabe zu tragen.

„Ein Herz für Kinder“

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