Der lange Weg ins Leben

Kleine Pausbäckchen, braune Locken und sehnsuchtvolle Augen, die sagen: Ich möchte leben! Petr (1) sieht auf den ersten Blick wie ein gesunder fröhlicher Junge aus. Das es ihm heute so gut geht ist auch den Kinderkardiologen des Deutschen Herzzentrums Berlin zu verdanken, die ihn mit drei Monaten am offenen Herzen operierten und so sein Leben retteten.

In der 36. Schwangerschaftswoche erfuhren Anna (32) und ihr Mann Nikolay, dass ihr ungeborenen Kind mit einem schweren Herzfehler zur Welt kommen würde. Und die Prognosen der Ärzte waren erschütternd. Anna: „Sie sagten uns, dass unser Kind entweder gleich bei der Geburt sterben würde oder nur wenige Wochen später. Dieser Moment war unvorstellbar schrecklich für uns. So lange hatten wir uns auf unser erstes Kind gefreut.“

Als Petr geboren wurde sah er wie ein ganz normales gesundes Baby aus. Die Eltern hofften im ersten Moment noch, dass sich die Ärzte vielleicht geirrt hätten. Doch nach genauren Untersuchungen wurde die Diagnose bestätigt. Wochenlang lag Petr auf der Intensivstation des Bakoulev-Krankenhauses in Moskau. Aber die Ärzte konnten nichts für ihn tun. Anna: „Die Ärzte sagten, dass sie nicht in der Lage wären, einen solch schweren Herzfehler zu operieren. Schließlich rieten sie uns, nichts zu unternehmen und einfach abzuwarten, bis Petrs Herz aufhören würde zu schlagen.“

Tief verzweifelt wandte sich die russische Familie an das Deutsche Herzzentrum Berlin, wo sich die Spezialisten sofort bereits erklärten, den Jungen zu operieren.

Mit Hilfe von Freunden und der Familie gelang es Anna und Nikolay das nötige Geld für den Eingriff zusammen zu bekommen. Das Wunder, an das sie selbst kaum noch glauben wollten, geschah. Petr überstand die komplizierte Operation ohne größere Probleme.

Nicht nur die Berliner Ärzte waren glücklich, dass sie das kleine Herz retten konnten, sondern auch für die Eltern war es so, als würde ihnen das Leben ihres Sohnes ein zweites Mal geschenkt.

Nun, gut ein halbes Jahr später ist noch einer weiterer Eingriff notwendig, um das Herz ganz gesund zu machen. Die Ärzte musste zunächst abwarten, dass Petr mehr Gewicht bekommt und sich stabilisiert.

Da er sich in den vergangenen Monaten prächtig entwickelt hat, wollen die Spezialisten nun den zweiten Eingriff wagen, doch der Familie fehlte bislang das Geld, um die Behandlungskosten zu decken.

Da sie schon durch den ersten Eingriff alle Möglichkeiten ausgeschöpft hatten, waren sie auf Unterstützung angewiesen. Die kam von der BILD-Hilfsorganisation „Ein Herz für Kinder“.

Anna glücklich: „Wir sind Ihnen so dankbar, dass Sie uns in unserer verzweifelten Situation nicht allein gelassen haben und uns geholfen haben, das Leben von Petr zu retten.“

„Ein Herz für Kinder“

BILD hilft e.V. „Ein Herz für Kinder“
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