Hirntumor wächst immer wieder nach

Der kleine Piotr (7) liebt den Strand und das Meer – wie viele Kinder in seinem Alter. Auf den ersten Blick scheint es als sei er ein glücklicher Junge. Das er seit seinem zweiten Lebensjahr gegen eine schmerzhafte, bedrohliche Krankheit kämpft, ist ihm nicht anzusehen.

Immer wieder klagte der Junge aus Polen über starke Kopfschmerzen. Eingehende Untersuchungen brachten dann das Unheil zu Tage: ein anaplastisches Ependymom. Dabei handelt es sich um einen langsam wachsenden Hirntumor, der im Jahr 2006 operativ entfernt wurde. Im Anschluss musste der Junge eine Chemotherapie durchstehen, durch die zunächst alle Tumorzellen entfernt werden konnten.

Die Familie dachte, dass damit das Schlimmste überstanden sei und Piotr nun schmerzfrei und ohne Einschränkungen aufwachsen kann. Doch es kam anders.

Im Mai 2010 wurde ein Rezidiv diagnostiziert. Die polnischen Ärzte lehnten einen weiteren operativen Eingriff ab, boten stattdessen eine Strahlentherapie an. Doch die ist nicht ohne Risiken. Bei so kleinen Kindern kann es unter der Strahlentherapie zu schwerwiegenden Hirnschäden kommen. Für die Eltern, die sich nichts sehnlicher wünschen, als das ihr Sohn ganz normal aufwachsen kann, war dieses Risiko zu groß.

Deshalb wandten sie sich an das Klinikum der Universität München. Hier konnte der nachgewachsene Tumor erneut entfernt werden. Im Anschluss musste sich Piotr einer abgeschwächten Strahlentherapie unterziehen, die nicht so aggressiv ist und deshalb keine gesunden Hirnareale beschädigt. Wieder wähnte sich die Familie in der Hoffnung, dass nun die Zeit der Sorgen und Ängste vorbei ist.

Im April diesen Jahres der erneute Schock: Bei einer MRT-Kontrolluntersuchung wurden wieder Tumorzellen gefunden. Die Ärzte in München erklärten sich erneut bereit, Piotr zu operieren, allerdings kommen damit auf die Familie erneute Kosten zu, die sie nicht vollständig aus eigenen Mitteln decken können. Deshalb erklärte sich „Ein Herz für Kinder“ bereit, einen Teil der OP-Kosten zu übernehmen, damit Piotr die Chance hat, endlich gesund zu werden und wie andere Kinder auch ohne ständige Krankenhausaufenthalte aufwachsen zu können.

„Ein Herz für Kinder“

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