Plötzlich eine Großfamilie

Am 15. Mai 1999 bekam Sandra Fitzner aus Berlin-Tempelhof Vierlinge. Ihr Sohn Nico hatte plötzlich vier kleine Geschwister. Die kinderreiche Familie wurde beglückwünscht und gefeiert.

Acht Jahre später sind die Eltern am Ende ihrer Kräfte. Mutter Sandra klagt: „Wir haben fünf Kinder und keine Hilfe. Wir schaffen es nicht mehr. Doch niemand hört uns zu.“ Bis die BILD-Zeitung über das Schicksal der Fitzners berichtete.

Von den Behörden abgewimmelt

Die Eltern Dariusz und Sandra kümmerten sich jahrelang engagiert um ihre fünf Kinder. Doch irgendwann haben Nico, der Älteste, und die nur ein Jahr jüngeren Vierlinge Josephine, Sophie, René und Simon die letzten Reserven ihrer Eltern aufgezehrt. Monatelang bettelten sie bei Jugendamt und Behörden um Hilfe – vergeblich. „Wir wurden immer nur vertröstet oder abgewimmelt“, sagt Sandra Fitzner.

Erst nachdem Vater Dariusz bei der harten Arbeit in der Fabrik zusammenbrach und Mutter Sandra mit schlimmen Herzschmerzen (Diagnose: Herzklappenfehler) ins Krankenhaus eingeliefert wurde, schaltete sich auch das Jugendamt ein.

Nach BILD-Berichten und dem Einsatz von „Ein Herz für Kinder“ bekommen die überforderten Eltern endlich die Unterstützung, auf die sie so lange gewartet haben. Eine Familienhilfe kommt jetzt täglich fünf Stunden. „Bis die Mutter wieder ganz gesund ist“, verspricht Jugendstadträtin Angelika Schöttler (SPD). „Darüber hinaus werden wir die Familie langfristig unterstützen, damit sie wieder auf die Beine kommt.“

Familie Fitzner ist für jede Hilfe dankbar

Die Eltern freuen sich über alle Hilfsangebote. „Wir sind am Ende unserer Kraft. Doch die Kinder brauchen uns.“ Fünf Kinder. Das heißt: Fünfmal Hausaufgaben kontrollieren. Fünf Gedichte abfragen. Fünf Diktate üben. Mindestens fünfmal am Tag ein weinendes Kind in den Arm nehmen. Sich selbst und sein Herz durch fünf teilen.

BILD kämpfte für Familie Fitzner. Die Hilfsorganisation „Ein Herz für Kinder“ schenkte Nico das Fahrrad, das er sich zur Erstkommunion wünschte, sicherte der Familie schnelle und unbürokratische Hilfe zu.

„Ein Herz für Kinder“

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