Polina leidet an einer Nervenruptur in der Schulter

Lange Zeit haben sich Elena (35) und Juri ein zweites Kind gewünscht. Nach sechs Jahren endlich wurde die junge Frau wieder schwanger. Elena: „Wir waren sehr froh, weil wir schon keine Hoffnung mehr hatten. Wir erwarteten mit Ungeduld die Geburt unseres Töchterchens.“

Polinchen – wie sie liebevoll von ihrer Mutter genannt wird, kam am 27. Oktober 2010 zur Welt – allerdings kam es zu Komplikationen. Das Baby steckte im Geburtskanal fest. Elena: „Der Arzt drückte mir aus aller Kraft auf den Bauch und die Geburtshelferin zog das Kind, hielt es dabei am Kopf. Polinchen lief ganz blau an.“

In der Folge erlitt das Baby ein Trauma – eine Erb-Parese des linken Armes (Nervenruptur in der Schulter). Der Arm des Kindes hängt den Körper entlang und bewegt sich nicht. Mit Massagen, Physiotherapie und Spritzen wurde der Arm behandelt, allerdings ohne Erfolg.

Mehrfach suchten die Eltern in Russland Ärzte auf, konsultierten einen Neurologen, doch alle Bemühungen brachten nicht. Die Mutter verzweifelt: „Wir haben verstanden, dass man uns in Russland nicht helfen kann. Die Ärzte schlugen uns vor zu warten, aber wir möchten nicht, dass unser Töchterchen, unser kleines Schätzchen behindert bleibt.“

Auf der weltweiten Suche nach Spezialisten, die helfen können, fanden die Eltern am Franziskushospital Aachen einen Neurochirurgen, der in einem speziellen Verfahren einen Spendernerv vom Unterschenkel ins Armgeflecht oder die Nervenwurzel, die vom Mark abgeht, implantiert.

Auch bei Polina sieht der Arzt gute Chancen, dass sich die Beweglichkeit des Arms durch die OP wieder herstellen lässt. Da die Eltern allein nicht in der Lage waren, für die kompletten Behandlungskosten aufzukommen, zahlte „Ein Herz für Kinder“ den fehlenden Rest. Die Familie glücklich: „Wir sind Ihnen sehr dankbar!“

„Ein Herz für Kinder“

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