Ausstattung der Klassenräume

Ghana – das erste unabhängige afrikanische Land – war lange Vorbild für viele andere Staaten in Afrika. Auch die wirtschaftlichen Voraussetzungen waren mehr als ideal, allein schon durch die großen Bodenschätze. Dennoch ist Ghana immer noch als Entwicklungsland mit großen elementaren Schwierigkeiten anzusehen.

Fast 60 Prozent der Bevölkerung sind selbstversorgende Kleinbauern. Den meisten Bauern fehlen zur Ertragssteigerung und Gewinnerzielung das Wissen und die Mittel. Holz und Gold, aber auch Kakao, Früchte, Tabak und Baumwolle sind Exportartikel. Aber die Gewinne der großen Plantagen kommen bei der Bevölkerung nicht an. Die Arbeitslosenrate beträgt 20 Prozent und die Inflationsrate 16,5 Prozent. Fast 44 Prozent der Menschen leben von weniger als einem US-Dollar pro Tag. Ghana ist damit eines der ärmsten Länder der Welt.

Wenngleich die Grundschulgebühren 2005 gestrichen wurden und die Grundausbildung von 9 auf 11 Jahre verlängert wurde, gehen viele Kinder nicht zum Unterricht, weil einfachste Schulausstattung und qualifizierte Lehrer fehlen. Oft aber auch, weil Uniform, Bücher und Materialien zu teuer für die Familien sind oder Kinder zu Hause mitarbeiten müssen.

Die schlechte Ausstattung von Schulen erlebt auch Jon Cadiñanos – ein freiwilliger Helfer aus Deutschland. Er unterrichtet in Ghana an der Reverence Preparatory School.

Die Reverence Preparatory School ist ein Projekt der NGO „Reverence Street Foundation“, welche im Jahr 2006 gegründet wurde.

Da es sich um eine Privatschule handelt, muss monatlich eine Gebühr gezahlt werden. Der Leiter der NGO, der zugleich Direktor der Schule ist, gibt allerdings vielen Kindern aus sehr ärmlichen Verhältnissen die Möglichkeit, kostenlos die Schule zu besuchen. Fast 50 Prozent aller Kinder müssen keine Gebühr zahlen.

Die Schule, die aus sechs Gebäuden besteht, ist teils renovierungsbedürftig, aber auch der weitere Ausbau ist notwendig, um der stetig wachsenden Schülerzahl angemessen begegnen zu können. Deshalb erklärte sich „Ein Herz für Kinder“ bereit, das Projekt zu unterstützen, damit weitere Klassenräume fertig gestellt und ausgestattet werden können.

„Ein Herz für Kinder“

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