Berliner Ärzte retten Renata

Happy End für Herzkind Renata (1): Das Mädchen aus Moldawien kann wieder lachen, denn Ärzte in Berlin haben ihr Leben gerettet.

Nur wenige Wochen liegen zwischen diesen Bilder. Auf dem einen Bild sehen wir ein schwer krankes Mädchen auf der Intensivstation mit Schläuchen und Kabeln verbunden, die sie am Leben halten. Renata kam mit gleich vier schweren Herzfehlern auf die Welt. Sie litt einer sogenannten Fallot’schen Tetralogie.

Was ist eine Fallot-Tetralogie?

Die Fallot-Tetralogie (auch Fallot’sche Tetralogie) ist eine angeborene Herzfehlbildung, die etwa 10 Prozent der angeborenen Herzfehler ausmacht. Sie besteht aus vier Komponenten (daher Tetralogie): einer Pulmonalstenose, einem Ventrikelseptumdefekt, einer über der Herzscheidewand reitenden Aorta sowie einer nachfolgenden Rechtsherzhypertrophie.

Die auch im Deutschen bei Medizinern gebräuchliche Abkürzung ToF leitet sich aus dem Englischen Tetralogy of Fallot ab.

Eine Besonderheit der Fallot-Tetralogie sind hypoxämische Anfälle. Bei einem solchen Anfall werden die Kinder unruhig und ängstlich, die Herzfrequenz steigt auf Werte zwischen 140 bis 160 Schläge/Minute. Die Kinder können grau-blass-blau erscheinen und das Bewusstsein ist getrübt, bis hin zur Bewusstlosigkeit.

Ähnlich war der Zustand bei Renata. Hinzu kam, dass sie zusätzlich an einer Ösophagus-Zyste, einer Stimmlippenparase und einer achtzigprozentigen Verengung der Stimmritze litt. Dadurch wurde ihre Atmung erschwert – die lebensrettende Herzoperation stellte deshalb ein besonders großes Risiko dar. Die Eltern von Renata wollten ihr Kind deshalb unbedingt in Deutschland behandeln lassen, da die Krankenhäuser in Moldawien für so komplizierte Eingriffe nicht entsprechend ausgestattet sind.

Das Deutsche Herzzentrum Berlin erklärte sich bereit, den schweren Eingriff durchzuführen. Auch „Ein Herz für Kinder“ signalisierte die Bereitschaft, sich an den OP-Kosten zu beteiligen, da sie von den Eltern niemals aus eigenen Mitteln hätten aufgebracht werden können.

Die OP konnte inzwischen erfolgreich durchgeführt werden. Die Ärzte konnten den glücklichen Eltern mitteilen, dass ihre Tochter nun wieder ganz gesund ist und ohne Einschränkungen aufwachsen kann. So zeigt das zweite Bild auch die fröhliche, lachende Renata, die froh ist nach der langen Behandlung in Berlin endlich wieder unbeschwert in ihrer Heimat leben und spielen zu können.

„Ein Herz für Kinder“

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