Renovierung von Kinderhäusern

Das Amani Orphans Home Mbigili, bei Iringa Town ist ein Waisenhaus für Aids Waisen im ländlichen südlichen Hochland Tansanias. In dem Bezirk leben 95 Prozent der Menschen unter der Armutsgrenze, die HIV- Infektionsrate liegt bei 9,1 Prozent.

In der Einrichtung werden derzeit rund 65 Kinder betreut. In Kleingruppen von 10 Kindern gemischten Alters bilden sie unter der Leitung ihrer Hausmutter eine Familie. Dabei werden die traditionellen Wurzeln gewahrt und auch der Kontakt mit den Angehörigen, soweit vorhanden, gepflegt. Die Kinder erhalten auch altersgerechte therapeutische Angebote, da sie oft eine Vergangenheit haben, die von Gewalt, Missbrauch, schmerzlichen Verlusten oder andere Traumata geprägt ist.

Video: Waisenkinder in Tansania

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Das Kinderdorf besteht aus vier Kinderhäusern, in denen die Kleinen bis 10 Jahre untergebracht sind und zwei geschlechtergetrennten Jugendhäuser für Kinder ab 11 Jahre, einem Wohnhaus für die Kinderdorfleitung,  einem Wohnhaus für männliche Mitarbeiter, einem Gästehaus, Küchengebäude, einer Garage und einem Kuhstall.

Insgesamt besteht das Kinderdorf aus sechs Häusern – vier davon müssen saniert werden (Foto: Privat)
Insgesamt besteht das Kinderdorf aus sechs Häusern – vier davon müssen saniert werden (Foto: Privat)

Die Einrichtung bemüht sich jedem Kind einen individuellen Bildungsabschluss entweder mit Berufsausbildung oder Studium zu ermöglichen. Auch Nachhilfeunterricht und Kindergartenbetreuung werden angeboten. Mit Sozialarbeitern erhalten Waisen in Pflegefamilien auch außerhalb der Einrichtung eine minimale Grundversorgung – mit dem Home-Based-Care Programm, an dem rund 65 Familien mit 110 Kinder teilnehmen.

Mit einem Farmbetrieb für Obst, Gemüse und Feldfruchtanbau, Vieh- und Bienenzucht, wird ein Beitrag zur Selbstversorgung geleistet. Im sogenannten Kids-Club werden die Kinder altersgemäß an Aufgaben in der Landwirtschaft herangeführt. Der derzeitige finanzielle Einsatz übersteigt allerdings noch immer bei weitem die Erträge. Auch mit ökologischen Technologien werden die Kinder bekannt gemacht, wie Photovoltaik-Anlagen zur Stromlieferung, Solaranlagen für die Warmwasserversorgung und der Betrieb einer Biogasanlage für die Kochstellen.

Der Betrieb des Kinderdorfes ist vor mehr als 10 Jahren aufgenommen worden, deshalb besteht inzwischen bei einigen Kinderhäusern Sanierungsbedarf. So müssen Schäden von Wasser und Termitenbefall behoben, Rohrleitungen repariert und Sanitäreinrichtungen erneuert werden.

Da in der Einrichtung weitere dringende Erweiterungsmaßnahmen geplant sind, fehlt das Geld für die Sanierung der Kinderhäuser. Deshalb erklärte sich „Ein Herz für Kinder“ bereit, die Kosten dafür zu übernehmen, sodass die Häuser nach Abschluss der Arbeiten wieder bezugsfähig sind.

 

„Ein Herz für Kinder“

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