Robin hat endlich einen Assistenzhund

Marburg – Eigentlich sollte Chester (2) im Stoff-Körbchen neben dem Bett schlafen, das Robin (7) für ihn ausgesucht hatte.

Doch der Plan ging nur zwei Nächte auf. In der dritten Nacht kroch der Labrador unter Robins Decke. Seitdem teilen die beiden sich das Kinderbett.

Im Oktober kam Chester zu Familie Richter, und Robin ist völlig verrückt nach seinem Hund. Chester aber ist viel mehr als ein Haustier. Er ist Robins Helfer, Begleiter, Therapeut, Freund: Chester ist ein Assistenzhund.

Robin backt Plätzchen, Chester hilft ihm dabei

Robin hat AMC (Arthrogryposis Multiplex Congenita), eine angeborene Fehlstellung der Gelenke mit vereinzelter Muskelschwäche – so die Erklärung für Erwachsene.

Fragt man Robin, sagt er: „Ich sitze im Rolli, weil ich nicht so viele Muskeln in den Beinen habe.“

Robin kennt es nicht anders und geht gelassen mit seinem Schicksal um. Er besucht die erste Klasse, ist ein gut gelaunter, hübscher Junge. „Aber dass er sich nicht eigenständig bewegen kann, macht viele Situationen im Alltag einfach etwas schwieriger“, sagt Mutter Caroline (32, Anästhesieschwester). Des- halb erkundigten sie und ihr Mann Christian (36, Software-Entwickler) sich 2016 beim Verein VITA nach einem Assistenzhund.

Wir bewarben uns, lernten Chester schon 2016 kennen. Es war Liebe auf den ersten Blick – aber bis klar war, dass er zu uns kommt, verging ein ganzes Jahr, in dem es immer wieder Treffen gab“, erzählt Vater Christian. „Jetzt ist er erst acht Wochen bei uns und nicht mehr wegzudenken. Er ist ein richtiges Familienmitglied geworden und eine große Hilfe.“

Robin und Chester sind unzertrennlich

Chester hebt Robin Dinge auf, die ihm runterfallen. Zieht ihm die Mütze aus, wenn er nach Hause kommt. Öffnet Türen, bringt ihn zur Schule, soll künftig auch während des Unterrichts bei ihm bleiben.

Chester beruhigt Robin sogar nachts, wenn er schlecht geträumt hat: „Neulich bin ich nachts wach geworden, und Mama und Papa haben mich nicht direkt gehört, als ich gerufen habe. Aber das war nicht schlimm, weil Chester ja bei mir war“, erzählt Robin, „Er hat sich an mich gekuschelt, und dann bin ich wieder eingeschlafen.“

Übrigens: Dass Chester so einfühlsam ist, ist das Ergebnis eines monatelangen Trainings durch den Verein VITA. Doch die Ausbildung dieser Hunde wird nicht von Krankenkassen finanziert. Deshalb braucht „Ein Herz für Kinder“ Ihre Hilfe! Denn mit Ihren Spenden ermöglichen Sie, dass auch andere Kinder einen Assistenzhund bekommen – einen neuen besten Freund.

„Ein Herz für Kinder“

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