Er will endlich mit seinen Freunden spielen und springen

Die zweite Schwangerschaft von Nataliya (34) verlief den Untersuchungen nach ebenso gut, wie die erste. Die Ultraschalluntersuchungen zeigten, dass alles ganz normal ist. Rovshan wurde vor 5 Jahren geboren. Doch unerwartet war er sehr schwach und aß schlecht. Schon auf der Entbindungsstation stellten die Ärzte Geräusche am Herzen fest, die Schlimmes ahnen ließen.

Im Kardiozentrum Dnipropetrowsk wurde der schlimme Verdacht bestätigt. Nataliya: „Wer hätte gedacht, dass das Leben unseres Kindes zu einem Überlebenskampf wird? Was kann noch Schrecklicher sein, als wenn einem die Ärzte mitteilen, dass das Kind, das man auf dem Arm hält, einen kombinierten Herzfehler hat. Ich hörte dem Arzt zu und spürte meinen Körper nicht mehr.“

Um das Baby mit dem kranken Herzen zu retten, wurde zunächst eine Entlastungsoperation durchgeführt. Danach sollte Rovshan erst einmal zunehmen und zu Kräften kommen. Die Mutter über die Zeit nach dem Eingriff: „Ohne Tränen konnte ich mein Kind nicht ansehen, so schwach und hilflos war er. Er konnte nur durch die Sonde ernährt werden, magerte deshalb ab. Und ich flüstere ihm zu: Sei mutig! Alles wird besser.”

Doch zunächst stabilisierte sich Rovshans Zustand nicht. Der Arzt bereitete die Mutter darauf vor, dass ihr Kind vielleicht sterben könnte. Nataliya: „Aber Mutterliebe vollbringt Wunder. Immer wieder lernten wir mit der Pipette die Muttermilch schlucken. Ich bat nur den lieben Gott, mir Kräfte und meinem Sohn Gesundheit zu geben.“

Rovshan nahm schließlich mehr als 500 Gramm zu und so konnte ein zweiter Eingriff am Herzen durchgeführt werden, der komplikationslos verlief.

Bei der letzten Herzkathederuntersuchung stellten die Ärzte einen erhöhten Lungendruck fest, der eine weitere Operation unumgänglich macht. Die Ärzte in der Ukraine wagen sich aufgrund des erhöhten Lungendrucks nicht, diese OP durchzuführen. In letzter Verzweiflung wandte sich die Mutter deshalb an das Klinikum St. Augustin.

Nataliya: „Ich möchte ihn so gern umarmen, küssen und sein Herz gesund machen. Meine letzte Hoffnung auf Besserung ist die Operation in Deutschland.“

Allein die Finanzierung bereitet der jungen Mutter noch Sorgen, denn allein ist sie niemals in der Lagen das Geld aufzubringen. Deshalb half „Ein Herz für Kinder“ und bezahlt einen Großteil der Behandlungskosten, damit Rovshan – wenn sein Herz gesund ist – endlich auch, wie alle anderen Kinder laufen, springen und spielen darf.

„Ein Herz für Kinder“

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